„Ich mache das nur einmal im Leben“

Sport / 22.01.2023 • 20:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Aleksander Aamodt Kilde mit der Hahnenkamm-Trophäe.gepa
Aleksander Aamodt Kilde mit der Hahnenkamm-Trophäe.gepa

Bewegte Tage für Abfahrtssieger Aleksander Aamodt.

Kitrzbühel„Was für eine Woche.“ Allzu weit ist Aleksander Aamodt Kilde auf der Streif von einem möglichen vorzeitigen Saisonende nicht entfernt gewesen. Am Ende reiste er als Hahnenkammsieger aus Kitzbühel ab, mit einer Fraktur in der einen und der Goldenen Gams in der anderen Hand. „Das ist einer meiner größten Siege, wenn nicht der größte“, sagte der 30-Jährige nach dem 20. Karriereerfolg im alpinen Ski-Weltcup.

Als vierfacher Saisonsieger in der Abfahrt war Kilde als Lauberhorngewinner an den Hahnenkamm gekommen. Bis zum zweiten Training verlief alles plangemäß, dort brach beim Griff in den Schnee ein Knochen in der rechten Hand. Mit Bandage und Schmerzmitteln wurde er rennfit, vermied in der ersten Abfahrt aber nur mit Bravour einen Abflug ins Netz. Dem nicht genug zog sich sein Teamkollege Henrik Röa bei einem Sturz im Zielschuss einen Bruch des Wadenbeins zu.

„Ein harter Tag“

„Ehrlich gesagt, war gestern ein echt harter Tag. Wir hatten eine wirklich schlimme Verletzung eines Teamkollegen. Und wenn man nur vier Athleten hat und einen davon verliert, hat das eine große Auswirkung für das Team“, sagte Kilde an Samstag nach seinem Abfahrtssieg und der Wiederholung des Vorjahreserfolges.

Im Ziel Grün gesehen zu haben sei „unglaublich“ gewesen. Er würde den Moment jetzt gern nochmals erleben, denn er könne sich nicht mehr genau an alles erinnern, weil ihm so viel durch den Kopf gegangen sei. 0,67 Sekunden lag Kilde vor Clarey, der seinem ersten Weltcup-Sieg damit weiter hinterherläuft. Mit dem Alter von 42 Jahren und 14 Tagen wäre er der älteste Sieger in der Geschichte gewesen.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.