„Ich bin keiner, der Leute raushaut“

Sport / 24.01.2023 • 22:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Patrick Ortlieb versteht Trennung von Liensbergers „Wunschcoach“.

Lech „Eigentlich ist alles gesagt in dieser Sache.“ Patrick Ortlieb, ÖSV-Finanzchef und im Präsidium für die sportlichen Alpin-Agenden zuständig, erspart sich lange Kommentare zum Abgang von Livio Magoni als Trainer von Katharina Liensberger. „Er ist in der Kritik gestanden, nicht vor mir, wohlgemerkt. Das war seine Entscheidung, fertig.“ Trainerrochaden während der Saison wären nicht Stil des ÖSV: „Das brauchen wir nicht. Ich bin keiner, der Leute raushaut, im Gegenteil. Aber wenn es nicht passt, ist es halt so. Wir hätten Magoni woanders einsetzen können. Aber er hat ein eigenes Unternehmen zu Hause, ein Skirennschule. Vielleicht ist es für ihn so okay. Die Pressemitteilung dazu hat alles gesagt.“

Es sei der Wunsch und die Idee von Katharina Liensberger gewesen, „einen Trainer zu bekommen, bei dem noch mehr zu tun ist. Sie wollte ihn damals, das war mit ihr abgesprochen“, so Ortlieb. Der Weg, wie Trainerbestellungen vor sich gehen, sei immer der gleiche: „Das Präsidium installiert die Sportliche Leitung, die wiederum für die Trainerbesetzungen zuständig ist.“

Nach dem immer größer werdenden Druck aufgrund der schwachen Ergebnisse in der bisherigen Saison hatte Magoni auf eigenen Wunsch seine Tätigkeit im österreichischen Skiverband beendet. Ein Schritt, der für den ÖSV wie auch für Liensberger überraschend kam. Magoni begründete seinen Schritt mit „logistischen, technischen und auch organisatorischen Missverständnissen“.

Stengg neuer Coach

Liensberger kehrte nun voll in das österreichische Technikerinnen-team zurück, das zuletzt ebenfalls in einer tiefen Krise steckte. Dort wurde ihr mit dem Tiroler Florian Stengg ein neuer Ansprechpartner zugeteilt, er soll sich um die Anliegen von Liensberger kümmern, wie Gruppentrainer Georg Harzl betonte.

Die Göfnerin wollte sich aufs Rennfahren konzentrieren und betonte, dass „sich ohnehin nicht viel ändern werde“. Auch mit Magoni habe die 25-Jährige noch ein abschließendes Gespräch geführt. Der Italiener will sich nun zunächst auf seine Rennsportschule „Magoni International Ski Team“ in Sterzing konzentrieren.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.