Der große VEU-Triumph ist 25 Jahre alt

Sport / 25.01.2023 • 12:40 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ein Triumph für die Ewigkeit: Die VEU Feldkirch feierte am 25. Jänner 1998 mit einem Sieg über Dynamo Moskau den Gewinn der Euroliga.<span class="copyright">fotos: vN-archiv/Shourot</span>
Ein Triumph für die Ewigkeit: Die VEU Feldkirch feierte am 25. Jänner 1998 mit einem Sieg über Dynamo Moskau den Gewinn der Euroliga.fotos: vN-archiv/Shourot

Feldkirchs Eishockey-Dynastie holte sich gegen Dynamo Moskau den kontinentalen Titel.

Feldkirch Fünf Jahre dauerte der Anlauf, dann war es vollbracht. Die Vorarlberger Eishockey Union Feldkirch schrieb am 25. Jänner 1998 mit dem Gewinn der Euroliga ein bedeutendes Stück europäischer Eishockeygeschichte. Im Finalspiel gab es einen 5:3-Erfolg über das vermeintlich unschlagbare russische Eishockey-Ballett von Dynamo Moskau. 25 Jahre ist der größte Triumph im Vorarlberger Mannschaftssport nun her.

Der große VEU-Triumph ist 25 Jahre alt
Wichtige Bausteine des Euroliga-Sieges: Bengt-Ake Gustafsson, Dominic “The Hammer” Lavoie und Thomas Rundqvist.

Familie, Religion und die VEU

„Die Familie, eure Religion und die VEU. Nur diese drei Dinge dürfen für euch wichtig sein.“ Ralph Krueger, über sieben Jahre der große Baumeister der Feldkircher Dynastie, schaffte mit diesem Credo eine Siegermentalität, der sich auch Stars wie Bengt Ake Gustafsson oder Thomas Rundqvist nicht entziehen konnten. Die beiden Schweden heuerten 1993 in Feldkirch an, nachdem der Klub in der Vorsaison unter Krueger eine Serie von 15 Spielen hingelegt hatte, denen ein Erfolgserlebnis fehlte.

Der große VEU-Triumph ist 25 Jahre alt
Die VEU-Fans, damals noch auf der alten Stehtribüne, feuerten ihre Mannschaft lautstark an.

„Es waren aber nicht nur überragende Spieler wie Gustafsson, Rundqvist oder Torhüter Reinhard Divis, die Feldkirch damals stark machten“, erinnert sich Cotrainer Conny Dorn zurück. „Der große Erfolg gründete in der Einstellung. Die Trainingsqualität, die von Krueger verlangt und von den Schweden vorgelebt wurde, war der große Trumpf.“

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Nach hartem Kampf konnten die als unschlagbar geltenden Russen mit 5:3 besiegt werden. Im Bild: Nik Zupancic (re.).

Ein Thomas Rundqvist konnte schon einmal grimmig unter dem Helm hervorschauen, wenn eine Übung nicht nach seinem Geschmack abgelaufen war. Vorbildlich lief es bei der VEU Feldkirch in Sachen Disziplin. Und in puncto Einstellung ließ man sich erst recht nichts vorwerfen: „Hate to loose“ war implementiert, alle hassten es, zu verlieren.

Der große VEU-Triumph ist 25 Jahre alt
Gezeichnet vom Spiel: Michael Lampert, heutiger Pioneers-Sportdirektor, mit Erfolgscoach Ralph Krueger.

Als besonderes Puzzle des Erfolgs stellte sich für Dorn die Zusammenstellung der Mannschaft dar: „Krueger holte große Namen, aber auch schwierige Charaktere ins Team. Er verstand es dann, allen eine Rolle zu geben, sie zu bändigen, wenn es nötig war und das Beste aus ihnen herauszuholen.“

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Die Mannschaft von Dynamo Moskau.

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Eintrag ins Buch der Rekorde

Die großen Erfolge der Feldkircher Dynastie mündeten damals in dem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde für den erfolgreichsten Eishockeyverein der Welt. Kapitän Fritz Ganster und seine Kollegen sicherten sich innerhalb von lediglich 48 Monaten neun große Titel und Pokale – fünfmal in der österreichischen Meisterschaft, dreimal in der Alpenliga, einmal den Silverstone als Euroliga-Champion. Diese Eintragung war dann schnell überholt, als sich der vierte Alpenliga-Titel und auch noch der Supercup mit einem 4:0-Erfolg gegen Kosice dazugesellten.

EISHOCKEY

Euroligateam der VEU Feldkirch

Tor

Reinhard Divis, Bruno Campese

Verteidigung

Dominic Lavoie, Per Lundell, Jesper Duus, Tom Searle, Michael Lampert, Wolfgang Strauss

Angriff

Gerhard Puschnik, Simon Wheeldon, Bengt Ake Gustafsson, Rick Nasheim, Thomas Rundqvist, Daniel Gauthier, Fritz Ganster, Tomaz Vnuk, Nik Zupancic, Bernd Schmidle, Thomas Sticha

Trainer

Ralph Krueger

Cotrainer

Conny Dorn

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