Altachs Schmidt über einen Kaltstart im Eilzugtempo

Sport / 28.03.2023 • 18:45 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Bei der Zuteilung der Startelfnummern wird es laut Klaus Schmidt keine allzu großen Überraschungen geben. <span class="copyright">Steurer</span>
Bei der Zuteilung der Startelfnummern wird es laut Klaus Schmidt keine allzu großen Überraschungen geben. Steurer

Dem Neocoach bleibt nur wenig Zeit, um sich ein Bild von der Mannschaft zu machen. Umso wichtiger ist das ihm eigene Werkzeug, sich schnell in einer Gruppe zurechtzufinden.

Altach Es ist wahrlich nicht das erste Mal, dass für Fußballtrainer ein neuer Job während einer Länderspielpause beginnt. Für Altachs neuen Chefcoach ist die Situation nicht neu. In Hartberg kostete ihn die Winter-WM die Arbeit, nun soll er den Cashpoint SCR Altach in nur 63 Ligatagen den Klassenerhalt sichern. Die Ausgangslage ist simpel.

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Aufgrund der Punktehalbierung startet das Schlusslicht aus dem Rheindorf mit dem Minimalrückstand von zwei Punkten auf die vor ihm liegenden Teams aus Ried, Hartberg (beide je 9 Zähler) und dem Wolfsberger AC (10). Kein Ding der Unmöglichkeit, jedoch weit weg von einem Honigschlecken. „Wenn du Letzter bist, dann ist die Situation eigentlich immer dieselbe. Du bekommst als Mannschaft zu viele Gegentore und selbst erzielst du zu wenig. Ein Kreislauf, der stets derselbe ist.“ So gesehen ist seine Aufgabe eine simple: Dem 55-jährigen Steirer muss es gelingen, das Defensivverhalten ebenso zu stabilisieren wie die Offensivsituationen zu verbessern.

„Ein Vorteil von mir ist sicherlich, dass ich die Liga und die Mannschaften gut kenne.“

Klaus Schmidt über seine kurze Eingewöhnungszeit

Einziges Manko? Schmidt bleibt für dieses Vorhaben nicht allzu viel Zeit. Die Vorbereitung auf die intensive Zeit hat mit Montag begonnen. Dabei hat er noch nicht einmal alle Spieler bei der Hand. So wird Marko Lazetic erst am Donnerstag im Training zurückerwartet. Der serbische U19-Teamspieler war wie auch die U21-Akteure Noah Bischof (20) und Jan Jurcec (22) zuletzt für die Nationalteams ihrer Heimat, Österreich bzw. Kroatien, im Einsatz. Der 19-jährige Lazetic schaffte mit Serbien in der Gruppe 6 für die U19-EM-Endrunde 2023 auf Malta den Gruppensieg. Dank zweier Siege gegen die Alterskollegen von Polen (2:0) und Lettland (1:0) und einer Niederlage gegen Israel (1:3). Der Altach-Akteur, der in den beiden ersten Spielen das Team als Kapitän auf das Feld geführt hat, fehlte gestern im letzten Spiel gegen Polen. Ob verletzungsbedingt oder aus anderen Gründen, werden die nächsten Tage zeigen.

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Jurcec war gestern noch mit Kroatien gegen die Alterskollegen aus England im Einsatz, nachdem er gegen Israel (0:0) über die volle Distanz spielte. Schon heute werden mit Mike Bähre sowie Samuel Mischitz zwei Spieler ihre Verletzungspause hinter sich gebracht haben und wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen. Für das Wochenende werden jedoch weder der 27-jährige Deutsche noch der erst 19-jährige Lochauer ein Thema sein. Fix nicht dabei sind neben Torhüter Andreas Jungdal (21) Jan Zwischenbrugger (32), Dominik Reiter (25) und auch Emanuel Schreiner (34). Letzterer ist einer von nur mehr drei Spielern, die noch aus der ersten Amtszeit von Schmid in Altach – 9. Juni 2017 bis 30. Juni 2018 – im Kader aufscheinen. Torjäger Atdhe Nuhiu fehlt am Samstag wegen einer Gelbsperre und so darf angenommen werden, dass jene Spieler, die in Salzburg ein 1:1 erreichten, zum Auftakt der Qualirunde einen Startvorteil besitzen.

Aus dem Betreuerteam gab es für Klaus Schmidt so manch eine Information. <span class="copyright">Steurer</span>
Aus dem Betreuerteam gab es für Klaus Schmidt so manch eine Information. Steurer

Tage zum Reflektieren

Nicht eingreifen wollte Schmid, der in der Vorwoche das erste Training abgehalten hatte, bevor mit Freiburg ein erster Testpartner auf dem Programm stand, in die bereits bestehende Wochenplanung seines Vorgängers. Denn nach der Freiburg-Partie hatte die Mannschaft für drei Tage frei bekommen. Schmid nutzte die Zeit, um seine erste intensive Gesprächsrunde mit Spielern („Auf der Busfahrt von und nach Freiburg habe ich mir zehn, elf Spieler für ein längeres Gespräch rausgepickt“) zu reflektieren und die Vorbereitungen auf das WSG-Tirol-Spiel zu konkretisieren. Was seine Person im Wandel der Zeit betrifft, so ist sein Zugang ein klarer: „Als Mensch habe ich mich nicht verändert, als Trainer schon. Das bringt jede Station, jede Arbeit mit sich. Heute hast du als Trainer viel mehr Daten zur Verfügung. Ich versuche das Mittelmaß zu generieren und mich nicht überrollen zu lassen. Ein Vorteil ist sicherlich, dass mir das Werkzeug mitgegeben wurde, schnell einen Zugang zu Spielern zu finden.“

Zusammen mit Joachim Standfest (rechts) will Klaus Schmidt den Klassenerhalt mit Altach schaffen. <span class="copyright">Steurer</span>
Zusammen mit Joachim Standfest (rechts) will Klaus Schmidt den Klassenerhalt mit Altach schaffen. Steurer

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