Besondere Voraussetzungen und persönliche „Duelle“

Sport / 20.02.2026 • 16:15 Uhr
Besondere Voraussetzungen und persönliche „Duelle“

Altachs Heimspiel gegen Austria Wien hat ganz viele spannende Facetten.

Altach Es ist die “Mutter aller Bundesligaspiele” aus Sicht des SCR Altach. Gegen keinen anderen Verein duellierten sich die Rheindörfler in der höchsten österreichischen Liga öfter als gegen die “Violetten” aus Wien. Und das durchaus erfolgreich, denn gegen kein anderes Team der Liga gab es mehr Siege für den heimischen Bundesligaclub. Es ist Duell Nummer 51, bei bislang 17 Siegen, gleich deren zwölf im Schnabelholz eingefahren.

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Jetzt, da die Heimstärke wieder spürbar ist, sind auch die Emotionen größer und die Unterstützung durch den “12. Mann” deutlicher zu spüren und zu hören. “Wir sind uns dessen bewusst und wollen zu Hause auch viel Druck ausüben”, lautet deshalb einmal mehr die Kampfansage aus dem Munde des Cheftrainers.

Admiral Bundesliga

SCR Altach – FK Austria Wien Samstag
Altach, Stadion Schnabelholz, 17 Uhr, SR Jakob Semler (ST)

Bisheriges Saisonduell: 0:1 (a)

Mögliche Aufstellungen

SCR Altach (3-4-3) Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger – Sandro Ingolitsch (Oswald), Demaku, Bähre, Ouédraogo – Massombo, Benjamin, Greil

Fraglich: Sandro Ingolitsch (Probleme im Adduktorenbereich)

Gesperrt: Diawara (Gelbsperre)

Verletzt: Idrizi (Kreuzband)

FK Austria Wien (3-4-3) Sahin-Radlinger – Wiesinger, Dragovic, Plavotic – Ranftl, Lee K., Barry, Lee T. – Fischer, Eggestein, Saljic

Es fehlen: Botic (Knöchel), Sarkaria, El Sheiwi (beide Knie)

Besondere Voraussetzungen und persönliche „Duelle“
Emotionen an der Seitenlinie, dafür steht Altachs Ognjen Zaric. gepa

Es sind jedoch besondere Voraussetzungen, die das erneute Duell am Samstag (17 Uhr) mit sich bringt. Da sind zum einen die Serien der beiden Mannschaften. Der Tabellendritte aus Wien ist seit drei Spielen in Folge ungeschlagen und hat dabei mit Sturm, Salzburg und Rapid gleich drei Kaliber in die Knie gezwungen. Wie die Gastgeber, so sind auch die Wiener in diesem Spieljahr noch ungeschlagen. Altach indes ist im Schnabelholz seit nunmehr vier Partien ungeschlagen, die letzte Niederlage (0:2) datiert vom 5. Oktober des Vorjahres. Das wiedererlangte Selbstvertrauen in der heimischen Arena zeigten die Akteure auch zuletzt, als man sowohl im Cup Geschichte schrieb als auch das Spiel gegen BW Linz gewann.

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Steht zum 64. Mal an der Seitenlinie der Wiener Austria: Stephan Helm. gepa

Oder um es in den Worten von Altachs Ognjen Zaric, die Stimmung rund um sein Team betreffend, zu sagen: “Vor dem Sturm-Spiel hieß es stets, wie toll es wäre, ins Halbfinale einzuziehen. Die Woche vor der BW-Linz-Partie wurde vom wichtigsten Spiel der gesamten Saison gesprochen. Für mich, für uns ist es ganz einfach so, dass jedes Spiel extrem wichtig ist.” Deshalb sei es wichtig, sich das klar formulierte Saisonziel “Klassenerhalt” stets vor Augen zu halten. “Auch wenn es langweilig klingen mag, aber für uns als Altach ist es essentiell, in der Liga zu bleiben.” Deshalb ist das Thema Meister-Play-off trotz des aktuell geringen Rückstands auf Platz sechs (zwei Punkte) für ihn nicht aktuell, zumal mit der Austria, Rapid und Sturm “drei Bretter” auf sein Team warten. “Da wäre ich schlecht beraten, Phantasien und Träume in Bewegung zu setzen, bevor wir unseren Job gemacht haben.” Nicht zuletzt deshalb ist sein Zugang für die Möglichkeit eines Top-Sechs-Platzes unaufgeregt realistisch. “Das würde bedeuten, dass wir in der Liga bleiben.. .”

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Wiedersehen mit “Klassenkamerad”

Die Außenseiterrolle gefällt Zaric, wenn er erstmals auf einen “alten Klassenkameraden” im Rahmen der Uefa-Pro-Lizenz trifft. Zusammen mit Austria-Coach Stephan Helm (42) besuchte er 2022/23 den Kurs. Und so streuen sie sich vor dem Aufeinandertreffen gegenseitig Rosen: “Man sieht, dass die Abläufe im Spiel der Austria klar und gut sind, dass Trainer und Team schon länger zusammenarbeiten und die Spieler die Idee ihres Trainers verinnerlicht haben.” Helm seinerseits spricht davon, dass Altach aktuell wenige Torschüsse zulasse. “Sie stehen stabil und sind gut strukturiert.”

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Wer bleibt 2026 ohne Liga-Gegentreffer? Samuel Sahin-Radlinger . . .
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. . . oder Altach-Schlussmann Dejan Stojanovic. gepa

Das Torhüterduell

Wer bleibt ohne Liga-Gegentreffer in diesem Jahr? Aktuell hat Austria-Wien-Keeper Samuel Sahin-Radlinger (33) leichte Vorteile, weil er jahresübergreifend seit 262 Spielminuten ohne Gegentor ist. Bei Altachs Dejan Stojanovic (32) sind es aktuell “nur” 190 Minuten. “Es sind alle, die das Tor verhindern. Das ist absolut positiv”, will sich Stojanovic diese Serie nicht allein anheften.

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Precious Benjamin (rechts mit Sturmkollege Anteo Fetahu) dürfte wohl von Beginn an auflaufen. gepa

Benjamin vor Startelf-Debüt

Allein die Gelbsperre von Ousmane Diawara sowie die Rückkehr von Mohamed Ouédraogo ziehen Veränderungen in der Aufstellung nach sich. Dabei legte sich Altachs Coach nicht nur früh auf Precious Benjamin fest, er stellte auch dem zuletzt erstmals eingesetzten Rassa Rahmani (26) ein gutes Zeugnis aus, wenn auch “mit Luft nach oben”. Von Benjamins Einsatz verspricht er sich viel, “weil der Junge darauf brennt, sich zu beweisen”. Bislang durfte die 19-jährige Hoffenheim-Leihgabe nur gerade einmal zwölf Einsatzminuten in der österreichischen Bundesliga “schnuppern”.

Der kostenlose Pirker-Parkplatz steht in dieser Woche witterungsbedingt nicht zur Verfügung. Über das SCRA-Ticketportal können Parkplätze in unmittelbarer Nähe zum Stadion vorab gebucht werden. Eine Buchung vor Ort ist nicht möglich. Das Parkticket muss bereits bei der Einfahrt in die Stadionstraße in ausgedruckter Form vorgezeigt werden. Kostenlose Parkplätze stehen in dieser Woche lediglich am Buko-Park zur Verfügung.