Jubilar Grabher schießt Austria zum Heimsieg

Sport / 20.02.2026 • 19:56 Uhr
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William erzielte den zwischen zeitlichen Treffer zum 1:0, Pius Grabher war mit dem späten 2_1-Tor der große Matchwinner. . gepa

In seinem 300. Pflichtspiel für die Austria erzielte Pius Grabher den 2:1-Siegtreffer über den Kapfenberger SV.

Lustenau Am 18. Spieltag der 2. Liga empfing Austria Lustenau den Kapfenberger SV in der Sun Minimeal Arena. Während zahlreiche Partien der Runde den winterlichen Bedingungen zum Opfer fielen, präsentierte sich der Rasen im Lustenauer Stadion in ausgezeichnetem Zustand. Für die Grün-Weißen war die Ausgangslage klar: Wollte man im Titelrennen ein gewichtiges Wort mitreden, musste gegen die Steirer ein Auftaktsieg her.

Bereits vor dem Anpfiff stand ein Jubilar im Mittelpunkt. Mittelfeldmotor Pius Grabher wurde für sein 300. Pflichtspiel im Dress der Austria geehrt – eine beeindruckende Marke für den langjährigen Leistungsträger.

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Asumah Abubakar zeigte ein sehr ansprechendes Debüt, holte den Elfmeter zum 1:0 heraus. gepa

rainer Markus Mader setzte in der Startelf auf seinen einzigen Winter-Neuzugang. Asumah Abubakar, Doppelstaatsbürger aus Portugal und Ghana, sollte für die nötige Durchschlagskraft im Angriff sorgen. Nach 16 Minuten hatte der Stürmer seine erste Möglichkeit, sein Abschluss aus rund 17 Metern geriet jedoch zu harmlos. Auch in der 28. Minute wurde Abubakar gefährlich, doch erneut fehlte seinem Schuss die nötige Präzision und Schärfe.

Fussball, 2. Liga, 18. Spieltag

Austria Lustenau –SV Kapfenberg 2:1 (0:0)
Lustenau, Sun Minimeal Arena, 2043 Zuschauer, SR Sampl
Torfolge: 53 1:0 William (Elfmeter), 59. 1:1 Miskovic, 90+2. 2:1 Grabher
Gelbe Karten: Grabher bzw. Dilek, Colic, Hassler

Rote Karte: 90+3. Petrovic (Trainer Kapfenberg)
Austria Lustenau: Schierl; Gmeiner, Maak, William, Ibertsberger; Wade (88. Voisine), Grabher; Ouattara (75. Vucenovic), Bouchenna (57. Diarra), Lahne (75. Jastremski); Abubakar (57. Delaye)

Kapfenberg versteckte sich keineswegs. Die Gäste aus der Steiermark ließen den Ball immer wieder sehenswert durch die eigenen Reihen laufen und näherten sich mit langen Ballstafetten dem Strafraum der Hausherren an. Zwingende Torchancen blieben jedoch auf beiden Seiten Mangelware. So ging es torlos in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel erwischte die Austria den besseren Start. Mame Wade setzte Jack Lahne ideal in Szene, doch der Angreifer jagte den Ball über das Tor (50.). Zwei Minuten später zeigte Schiedsrichter Samuel Sampl auf den Elfmeterpunkt, nachdem KSV-Goalie Vinko Colic Abubakar im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Verteidiger William übernahm Verantwortung und verwandelte souverän zum 1:0 (53.).

Die Führung währte jedoch nur kurz. Dem eingewechselten Seydou Diarra unterlief in der eigenen Hälfte ein folgenschwerer Fehlpass, der Ball landete bei Meltios Miskovic. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und traf in der 59. Minute sehenswert ins kurze Kreuzeck zum 1:1-Ausgleich.

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Pius Grabher wurde geehrt. Es war sein 300. Pflichtspiel für die Austria. gepa

er Gegentreffer zeigte Wirkung. Lustenau tat sich in der Folge schwer, klare Chancen herauszuspielen, während Kapfenberg das Remis geschickt verwaltete und kaum Räume anbot. Erst in der Schlussphase warf die Austria noch einmal alles nach vorne.

In der 93. Minute kam es zur entscheidenden Szene: Diarra legte quer, der Ball wurde leicht abgefälscht und landete bei Pius Grabher. Ausgerechnet der Jubilar traf zum umjubelten 2:1 und ließ die Sun Minimeal Arena erbeben. Doch die Dramatik war noch nicht vorbei. Nur eine Minute später köpfte Noel Zikovic vermeintlich zum 2:2 ein, der Treffer wurde jedoch wegen Abseits aberkannt.

Am Ende brachte die Austria den knappen Vorsprung über die Zeit. Mit viel Glück und dank eines späten Treffers von Grabher gelang den Grün-Weißen der erhoffte Start in die Mission Meistertitel.