Showdown in Lustenau

Sport / 13.05.2026 • 15:26 Uhr
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Augen auf und voller Fokus: Lenn Jastremski und Austria Lustenau sind einen Sieg vom Meistertitel entfernt, nur SKU Amstetten gilt es heute aus dem Weg zu räumen.gepa

Ein Sieg gegen Amstetten morgen ab 17 Uhr und die Austria ist Meister der 2. Liga.

Lustenau Manchmal im Fußball-Leben ist es ganz einfach: Gewinnen und aufsteigen. Liest sich aber leichter als getan. Denn ein Finale, so wie es Austria Lustenau morgen ab 17 Uhr gegen SKU Amstetten vor der Brust hat, muss erst einmal gespielt werden, geschweige denn gewonnen werden.
Mehr Brisanz als ein Endspiel in der letzten Runde einer ganzen Saison geht nicht. Dazu gibt es die Tabellensituation her, dass die Grün-Weißen mit gleichem Resultat wie Konkurrent SKN St. Pölten, das Hertha Wels zu Hause zu Gast hat, den Meistertitel fixieren kann. Doch, um es mit den Worten von Austria-Urgestein Pius Grabher auf der Pressekonferenz im Vorfeld des Spiels in den Gemächern der Firma Zimm zu sagen: „Auf St. Pölten werden wir nicht schauen. Wir gehen raus, um das Spiel zu gewinnen“.

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Matchball, der zweite

Sieht sein Trainer Markus Mader genauso. Der Erfolgscoach, der die Austria bereits 2022 erstmals ins Fußball-Oberhaus führte, verspricht für das Heimspiel gar ein, „offenes Visier, mit dem wir von der ersten Minute an auftreten werden. Wir haben den ersten Matchball in Salzburg liegen gelassen, jetzt nützen wir den zweiten“.

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Dafür wird es laut dem gebürtigen Bregenzer die gleiche Energie wie in der zweiten Hälfte bei Austria Salzburg brauchen. „Kriegen wir die gleiche Energie auf den Platz, werden wir unser großes Ziel erreichen. Da hat die Mannschaft, im Vergleich zur ersten, ein richtig starkes Gesicht gezeigt“, so Mader, der aber nicht darum herumkommt, vor dem Gegner zu warnen: „Das ist ein routiniertes Team. Zudem ist es für sie auch nicht alltäglich vor ausverkauften Haus zu spielen, kann sie durchaus beflügeln. Doch wir sind uns aller möglichen Aspekte des Spieles bewusst, sind auf alles vorbereitet“.

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Im Kollektiv zum Meistertitel. gepa

Neue Situation

Auch, „auf das Kribbeln im Bauch, das aber auch ganz normal ist vor so einem Spiel“, so Kapitän Matthias Maak, der unter der Woche seinen 34. Geburtstag feierte. Die Feierlichkeiten sind aber klein gehalten worden. Bewusst, „denn ich habe mir alles aufbehalten. Und hoffe, dass es nach dem Spiel viel mehr zu feiern gibt“. Eine Anleitung für etwaige Partys hat der Steirer immer im Kopf, „denn natürlich habe ich die Erinnerungen nach dem Aufstieg 2022 permanent in meinem Kopf abrufbereit. Aber trotzdem: Die Situation heute ist eine andere als damals“.

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Grabher schlägt in dieselbe Kerbe, „weil wir einfach eine andere Mannschaft hatten“. Dafür zieht der Mittelfeldmotor einen interessanten Grund für die Fixierung des Meistertitels heran: „Am Ende haben wir in den Entscheidungsspielen immer geliefert. Letzte Saison war es das Heimspiel in letzter Runde im direkten Duelle gegen Voitsberg, bei dem es sich wohl um das mit wichtigstem Match der Vereinsgeschichte handelte. Da war der Druck riesig – und wir haben abgeliefert. Das werden wir auch heute wieder“.

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Pius Grabher ist voll überzeigt, dass er mit der Austria seinen zweiten Aufstieg feiert. gepa

Dabei soll der Austria ihre große Heimstärke zur Hilfe kommen. Eine Niederlage kassierten die Grün-Weißen erst in dieser Saison in der Sun Minimeal Arena, „wir wissen, wozu wir vor unserem Publikum zu leisten imstande sind. Die Heimstärke ist ein Plus, genauso wie die Energie im Stadion“, so Mader, der zugibt, sich während der Partie auch über den Spielstand der St. Pöltner zu informieren: „Natürlich, denn es kann ja gut sein, dass wir reagieren müssen“.
Was den Kader betrifft für das Finale, kann Mader aus dem Vollen schöpfen. Alle Spieler sind fit. Demnach ist alles arrangiert für den großen Showdown der 2. Liga. Und um es mit den Worten eines ehemaligen Trainers zu sagen: „Ein Finale spielt man nicht, man gewinnt es“.