Zwei Cup-Giganten, zwei Trainer-Premieren und ein Titel für die Ewigkeit

Sport / 09.06.2026 • 15:14 Uhr
Finale dahoam: Hohenems will den Heimvorteil nutzen. VN-RHOMBERG
Finale dahoam: Hohenems will den Heimvorteil nutzen. VN-RHOMBERG

Dornbirn und Hohenems kämpfen im Jubiläumsfinale um die begehrte Trophäe.

Hohenems Wenn am Mittwoch um 19 Uhr im Herrenried-Stadion das Finale der 50. Auflage des Uniqa VFV Cups angepfiffen wird, treffen nicht nur zwei Traditionsvereine aufeinander. Es begegnen sich auch die beiden spielerisch stärksten Amateurmannschaften Vorarlbergs, die bereits vor Saisonbeginn keinen Zweifel daran gelassen hatten, welches Ziel sie verfolgen: den Cupsieg. Nun stehen sich der FC Dornbirn und der VfB Hohenems tatsächlich im Endspiel gegenüber und kämpfen um einen der prestigeträchtigsten Titel im Vorarlberger Fußball.

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Dornbirn ist mit acht Titeln Rekordsieger des Bewerbs, Hohenems folgt mit sieben Cuptriumphen knapp dahinter. Die Jubiläumsauflage verspricht somit ein Duell zweier Vereine, die den Pokalbewerb über Jahrzehnte geprägt haben. Bereits zweimal standen sich die beiden Klubs in einem Cupfinale gegenüber. 2014 setzte sich Dornbirn mit 4:3 durch, fünf Jahre später behielten die Rothosen nach einem dramatischen Elfmeterschießen mit 5:3 die Oberhand.

Dornbirn Tormann Fabian Schulz wird einiges zu tun bekommen.
Dornbirn-Tormann Fabian Schulz wird einiges zu tun bekommen.

Auch in der laufenden Saison lieferten sich beide Mannschaften enge Duelle. In der Meisterschaft gewann Hohenems das zweite Match deutlich mit 4:1, während Dornbirn das Hinspiel knapp mit 1:0 für sich entschied.

Dornbirns Crescenit wird auf der Außenbahn spielen.
Dornbirns Crescenit wird auf der Außenbahn spielen.

Die Vorzeichen sprechen jedenfalls für einen hochklassigen Fußballabend. Beide Teams verfügen über enorme Qualität in der Offensive und können Spiele aus dem Nichts entscheiden. Bei Dornbirn ruhen viele Hoffnungen auf Torjäger Tamas Herbaly, der in dieser Saison immer wieder seine Abschlussstärke unter Beweis gestellt hat. Auf Hohenemser Seite zählt Pierre Nagler zu den gefährlichsten Angreifern der Liga und soll die Defensive der Rothosen vor Probleme stellen.

Das erste Emser Tor im letzten Duell.
Das erste Emser Tor im letzten Duell.

Trotz aller Offensivqualität sieht Dornbirn-Trainer Heinz Fuchsbichler den Schlüssel zum Erfolg an anderer Stelle. “Die Mannschaft, die am besten verteidigen wird, wird den Pokal holen”, sagt der Coach vor dem Endspiel. Für ihn gehe es dabei nicht nur um den Titel selbst, sondern auch um die Möglichkeit, eine intensive Saison mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen. Für viele Spieler sei es die Chance, eine lange Saison mit einer Trophäe zu krönen.

Mert Can Ünal gegen Magid Suleiman.
Mert Can Ünal gegen Magid Suleiman.

Hohenems-Coach Werner Grabherr sieht die Chancen vor dem Endspiel bei exakt 50:50. Der Riefensberger vertraut auf die Entwicklung seiner Mannschaft und sieht im Cupfinale die ideale Gelegenheit, eine starke Saison zu vergolden.

Hohenems Stürmer Liam Tripp will glänzen.
Hohenems-Stürmer Liam Tripp will glänzen.

Dornbirn-Routinier Julian Wießmeier hat seine muskulären Probleme überwunden und steht wieder zur Verfügung.

Der Final-Kracher zum Jubiläum: Hohenems gegen Dornbirn.
Der Final-Kracher zum Jubiläum: Hohenems gegen Dornbirn.

Die Zutaten für einen besonderen Fußballabend sind damit vorhanden: zwei Traditionsvereine, insgesamt 15 Cupsiege, die stärksten Amateurteams Vorarlbergs, prominente Offensivspieler, zwei Trainer auf der Jagd nach ihrem ersten Cuptriumph und die Aussicht auf einen Titel, der für beide Vereine seit Monaten das erklärte Ziel darstellt. Die Jubiläumsauflage des Uniqa VFV Cups hat damit genau jenes Endspiel bekommen, das sich viele Fußballfans im Land erhofft hatten. Ob Rekordsieger Dornbirn seinen Titel erfolgreich verteidigt oder Hohenems nach der Meisterschaft auch den Pokal nach Hause holt, wird sich am Mittwochabend im Herrenried entscheiden. VN-TK