Sri Lanka: Regierungschef spricht von „feigen Angriffen“

Welt / 21.04.2019 • 09:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Terrorverdacht: Mehr als 100 Tote und mehrere hundert Verletzte

Colombo Mindestens 45 Menschen wurden laut einem Polizeivertreter bei den Anschlägen auf drei Luxushotels und eine Kirche in Colombo getötet. Mindestens 67 weitere starben in einer Kirche des nahe von Colombo gelegenen Orts Negombo. 25 weitere wurden in einer Kirche in Batticaloa im Osten des Landes getötet. Die Explosionen erschütterten die drei Kirchen, während die Gläubigen die Ostermesse feierten. Die Krankenhäuser berichteten von hunderten Verletzten.

Zehn Tage zuvor hatte Sri Lankas Polizeichef Pujuth Jayasundara vor möglichen Selbstmordanschlägen auf Kirchen und auf das indische Hochkommissariat durch die radikalislamische Gruppe NTJ gewarnt. Er berief sich dabei auf Informationen eines „ausländischen Geheimdiensts“.

„Die Anschläge in SriLanka, auf friedlich betende und Gottesdienst feiernde Menschen und auf Hotelgäste, sind ein schrecklicher und barbarischer Akt. Sie sind auf das Schärfste zu verurteilen“, erklärte Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Sonntagvormittag auf Twitter.

„Unser Mitgefühl und unsere Gedanken sind bei den Verletzten und den Familien und Freunden der Opfer“, so Van der Bellen. Auch Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) sprach auf diesem Weg den Opfern und ihren Angehörigen ihr Mitgefühl aus und zeigte sich „zutiefst betroffen über die brutalen und perfiden Terrorakte, die gerade am Ostersonntag in #SriLanka geschehen sind“. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) retweetete in einer ersten Reaktion Kneissls Kurznachricht.

Bisher gibt es keine Hinweise auf betroffene Österreicher. Die Lage sei aber weiter unübersichtlich, hieß es am Sonntag aus dem Außenministerium auf Anfrage der APA. Die zuständige Botschaft in Indiens Hauptstadt Neu Delhi sei mit den Behörden in Sri Lanka in Kontakt.

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