Zwei Eurofighter in Deutschland abgestürzt

Welt / 24.06.2019 • 16:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In der Nähe der Absturzstelle in Mecklenburg-Vorpommern eines der beiden Eurofighter sind Leichenteile gefunden worden.

Berlin Beim schwersten Unglück der deutschen Bundeswehr seit Jahren sind in Mecklenburg-Vorpommern zwei Eurofighter nach einer Kollision in der Luft abgestürzt. Ein Pilot konnte sich bei dem Unfall am Montag mit dem Schleudersitz retten. Das Schicksal des zweiten war zunächst ungewiss. In der Nähe der Absturzstelle entdeckten Rettungskräfte Leichenteile. Zunächst war aber offen, ob sie zu dem vermissten Piloten gehörten, wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg sagte.

Die zwei Flugzeuge stießen bei Luftkampfübungen zusammen und stürzten ab. Die „Eurofighter“ seien nicht bewaffnet gewesen, teilte die Luftwaffe mit. Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen flog umgehend in das Unglücksgebiet an der Mecklenburgischen Seenplatte. Der Unfall wurde laut Luftwaffe vom Piloten eines dritten Kampfjets beobachtet. Dieser habe von zwei Fallschirmen berichtet, die zu Boden gegangen seien. Einen der beiden Piloten bargen Rettungsmannschaften lebend aus einer Baumkrone. Bei der Suche nach dem zweiten Piloten wurden laut Verteidigungsministerium auch zivile und militärische Hubschrauber eingesetzt.

Die abgestürzten Flugzeuge gehörten zum Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“, das in Laage bei Rostock stationiert ist. Seine Hauptaufgabe ist die Ausbildung der deutschen „Eurofighter“-Piloten. Bei Bedarf ist das Geschwader gemeinsam mit zwei anderen Jagdverbänden auch für die Sicherung des deutschen Luftraums zuständig.  Ein Flugzeug stürzte am Ortsrand von Nossentiner Hütte auf eine freie Fläche, wie Bürgermeisterin Birgit Kurth sagte.  Der andere „Eurofighter“ stürzte nach Angaben des Schweriner Innenministeriums nahe der zehn Kilometer entfernten Ortschaft Jabel in ein Waldstück.