Mehrstöckiges Wohnhaus nach Explosion in Wien eingestürzt

26.06.2019 • 15:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
APA

Eine Explosion – wahrscheinlich eine Gasexplosion – in der Preßgasse in Wien-Wieden hat am Mittwochnachmittag vier Schwerverletzte und zahlreiche weitere Verletzte gefordert.

Wien Das Unglück ereignete sich gegen 16.35 Uhr. Die Polizei sperrte das betroffene Gebiet um die Margaretenstraße großräumig ab.

„Es gab vier Schwerverletzte und mehrere Leichtverletzte. Zwei Personen kamen in den Schockraum“, sagte ein Sprecher der Wiener Berufsrettung. Jeweils ein Schwerverletzter wurden laut KAV im AKH und im UKH Meidling behandelt. Insgesamt war vorerst von zehn Verletzten die Rede.

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„Wir von der Feuerwehr sind mit Fahrzeugen und mehr als hundert Mann Einsatz“, ergänzte ein Sprecher der Wiener Feuerwehr. Die Explosion hatte die Region um die Preßgasse/Margaretenstraße erschüttert. Sie war noch in einer Entfernung von mehreren hundert Metern spürbar. „Es waren zwei Häuser betroffen. Dort sind mehrere Stockwerke eingestürzt“, sagte ein Sprecher der Wiener Polizei.

Die in Mitleidenschaft gezogenen Häuser bildeten einen Anblick des Schreckens. Nach außen war am primär betroffenen Gebäude ein riesiges Loch zur Straßenseite entstanden. Das Gebäude wurde evakuiert. Auch in der Nachbarschaft traten Schäden durch Glasbruch und an den Außenfassaden auf.

Die Polizei sperrte das Gebiet großflächig ab. Die unmittelbare Umgebung war übersät von Glasscherben von zu Bruch gegangenen Fenstern. Nach einer ersten Übersicht begannen die Einsatzkräfte die Häuser nach eventuell noch in ihnen befindlichen Personen zu durchsuchen.

„Die Verletzten haben zum größten Teil Trümmerverletzungen, Schnittverletzungen und Ähnliches erlitten“, sagte der Sprecher der Wiener Berufsrettung. Über die genaue Zahl der Betroffenen und den exakten Schweregrad der Blessuren könne man noch nichts sagen.

Vier Personen seien schwer, sechs leicht verletzt, hieß es. Möglicherweise ist auch ein zweites Gebäude betroffen. Die Erschütterung war noch in einer Entfernung von mehreren 100 Metern spürbar. Der Unglücksbereich in der Preßgasse wurde von den Einsatzkräften großräumig abgesperrt. In der Margaretenstraße wurde ein Treffpunkt für Angehörige eingerichtet. (APA)