Timmermans soll EU-Kommissionspräsident werden

01.07.2019 • 08:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Beim EU-Gipfel hat sich am Montag nach einer Marathonnacht eine Einigung über die künftigen Spitzenpositionen abgezeichnet. Nach Diplomatenangaben soll der niederländische Sozialdemokrat Frans Timmermans EU-Kommissionspräsident werden und die konservative Bulgarin Kristalina Georgiewa neue Ratspräsidentin. Als neuer Außenbeauftragter ist der liberale belgische Premier Charles Michel im Gespräch.

Der bulgarische Premier Boyko Borissow erklärte bei einem Gespräch mit Timmermans, dass es einen „Kompromiss“ geben könnte. Demnach solle „Manfred Weber das Parlament bekommen und Sie (Timmermans) übernehmen die Kommission.“ Dabei nannte Borissow, ein EVP-Politiker, auch gleich seine Wünsche für die Zukunft, nämlich die Aufnahme seines Landes in den Schengen-Raum ohne Grenzkontrollen.

Das Gespräch sei per Video aufgenommen worden. Timmermans habe erklärt, er sei „immer direkt und ehrlich“ mit Borissow gewesen und habe „immer seine Bewunderung dafür ausgedrückt, was Sie im Kampf gegen das organisierte Verbrechen tun“. Danach habe Timmermans in die Kamera geblickt und erklärt: „Ich bin nicht sicher, dass wir das alles aufnehmen sollten“.