Tojner klagt Anwalt, der Treuhänder gewesen sein will

09.07.2019 • 11:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Streitigkeiten rund um die Immobilieninvestitionen von Michael Tojner in Wien sind um eine Facette reicher. Der Investor klagt nun einen Anwalt, der angegeben haben soll, er sei Treuhänder von Tojner gewesen – was Tojner bestreitet. Zuletzt hatten Beschlagnahmungen von Immobilien im Umfeld von Tojner für Aufregung gesorgt. Außerdem berichtete Ö1, dass ihm Abgabenhinterziehung angelastet wird.

„Die uns bekannt gewordenen Aussagen eines niederösterreichischen Anwalts, der im laufenden Ermittlungsverfahren ebenfalls als Beschuldigter geführt wird, sind Anlass für unseren Mandanten gerichtlich dagegen vorzugehen. Wenn dieser Anwalt angibt, als Treuhänder für Michael Tojner tätig gewesen zu sein, ist dies rechtlich unzutreffend – eine wirtschaftliche Kooperation ist kein Treuhandverhältnis“, betonten die Rechtsvertreter von Tojner am Dienstag.

Weiter heißt es, der Anwalt habe sich im Register der wirtschaftlichen Eigentümer im Frühjahr 2019 als Treuhänder eintragen lassen – jedoch sei eine derartige Eintragung „rechtlich verfehlt“. Sie hätte in der Form nicht durchgeführt werden dürfen. „Entsprechende Klagen samt ausführlichen Begründungen haben wir beim Landesgericht Wiener Neustadt eingebracht,“ führt Tojner-Anwalt Karl Liebenwein aus. 

Zum Hintergrund: Tojner, für ihn gilt die Unschuldsvermutung, hat aus Sicht des Landes Burgenland beim Kauf der damals gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften Gesfö, Pannonia und Riedenhof das Land um 40 Mio. Euro betrogen. Tojner, einer der reichsten Österreicher, war schon zuvor durch den von ihm geplanten Hochhausbau am Wiener Heumarkt in die Schlagzeilen geraten.