Verleger gegen Neos-Vorschlag zu Schulbuchaktion

08.08.2019 • 11:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Neos wollen Schulbuchaktion umgestalten und 30 Millionen davon für Tablets, IT-Infrastruktur und die Anpassung der Schulbücher zweckwidmen.

Gegen die von den Neos vorgeschlagene Umwidmung eines Teils der Mittel aus der Schulbuchaktion für Tablets bzw. IT-Infrastruktur sprechen sich die Bildungsverleger aus. Schon jetzt würden die Budgets nicht reichen, um alle Bildungsmedien zu finanzieren, so Friedrich Hinterschweiger, der Obmann des Fachverbandes der Buch- und Medienwirtschaft in der Wirtschaftskammer.

Die Neos wollen die mit jährlich rund 100 Millionen Euro dotierte Schulbuchaktion umgestalten und 30 Millionen davon für Tablets, IT-Infrastruktur bzw. die Anpassung der Schulbücher zweckwidmen. So sollen innerhalb von vier Jahren schrittweise alle Schüler ab der fünften Schulstufe mit Tablets ausgestattet werden.

Das würde zum Teil zurück zum von den Eltern zu bezahlenden Schulbuch führen, meinte Hinterschweiger. Investitionen in Tablets und Infrastruktur müssten extra finanziert werden und nicht aus der Schulbuchaktion – im Gegenteil sollten für diese 30 Mio. Euro zusätzlich aufgewendet werden, um die Schüler flächendeckend mit E-Books zu versorgen.