Banken und Versicherungen als zentrale Branchen in der modernen Volkswirtschaft

Karriere / 05.10.2019 • 15:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Georg Müller, MSc, Referent Sparte Banken und Versicherungen in der WK Vorarlberg.

Weiterentwicklung, gezielte Planung von Karrierepfaden und FiRi-Zertifikat bieten beste Karrierechancen.

Christine Mennel

Sie sind seit Frühjahr 2019 Referent der Sparte Bank und Versicherung der WKV: mit welchem Aufgabenbereich?

Ich übernehme die Verantwortung für die vollumfängliche Betreuung der Spartenkonferenz, respektive deren Funktionäre und Mitglieder in Sachen Führung einschlägiger Arbeitskreise sowie Expertengruppen und bin mit leitender Funktion des österreichweiten Bildungsprojektes FiRi (Finanz- und Risikomanagement) betraut. Darüber hinaus agiere ich als Schnittstelle zu Schule & Wirtschaft im Banken- & Versicherungsbereich.

Wie spüren Sie die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt?

Die letzten Jahre hat sich gezeigt, dass eine solide Ausbildung alleine nicht mehr als 100%iger Jobgarant gewertet werden kann. Der Arbeitsmarkt ist hart umkämpft und verlangt eine aktive Recruiting- und Bewerbungsstrategie von beiden Seiten. Unterstützend wirken Unternehmens- und Jobbewertungsportale sowie soziale Berufsnetzwerke, was sich in der zunehmenden Transparenz für beide Seiten widerspiegelt und positiv bewertet werden kann. Additiv zu einer soliden Ausbildung liegt es auch besonders an jungen Talenten sich durch Zusatzqualifikationen, wie dem FiRi-Zertifikat in der Banken- und Versicherungsbranche, ein Alleinstellungsmerkmal zu verschaffen, und seine Chancen zu steigern.

Seit 2005 gibt es den FiRi-Ausbildungsschwerpunkt, den Sie seit März 2019 koordinieren. Was ist darunter zu verstehen?

FiRi ist ein österreichweiter HAK-Ausbildungsschwerpunkt, der von der Wirtschaftskammer Vorarlberg gemeinsam mit den Vorarlberger Handelsakademien sowie den regionalen Banken und Versicherungen entwickelt worden ist. Seit Beginn der Bildungsinitiative 2005 hat sich FiRi sehr erfolgreich in sechs Bundesländern etabliert.

Welche Intention steckt hinter dieser Initiative?

Ziel ist es, den HAK-SchülerInnen, welche sich zusätzlich im Bank- und Versicherungswesen spezialisieren möchten, in einem praxisorientierten Unterricht die Grundlagen der Banken und Versicherungen zu vermitteln. Während der dreijährigen Ausbildung kommen bank- und versicherungsinterne Schulungsunterlagen zum Einsatz. Das garantiert eine enorm arbeitsmarktorientierte Ausbildung. Das Bearbeiten entsprechender Themen, gemeinsam mit Fachexperten, ermöglicht tiefe Einblicke in die Finanzwelt. Banken und Versicherungen stellen für HAK-AbsolventInnen die wichtigsten Arbeitgeber dar.

Welche Möglichkeiten bieten sich mit diesem Zertifikat?

Das mittels einer Fachprüfung erworbene FiRi-Zertifikat gilt als zusätzliche Qualifikation am Arbeitsmarkt. Die FiRi-SchülerInnen müssen dafür mehrere Prüfungsmodule in Form von standardisierten schriftlichen Tests, einer Projektarbeit, sowie ein kommissionelles, mündliches Fachgespräch absolvieren. Für Banken und Versicherungen stellen erfolgreich zertifizierte FiRi-AbsolventInnen besonders attraktive JobkandidatInnen dar.

Was macht die Bank- und Versicherungsbranche für junge ArbeitnehmerInnen interessant?

Volkswirtschaftlich gesehen, sind sie enorm wichtige Branchen. Sie bieten ein attraktives Stellenangebot, ein abwechslungsreiches Arbeitsspektrum, verschiedene Karrieremöglichkeiten, gekoppelt mit flexiblen Arbeitszeitmodellen sowie fundierten Aus- bzw. Weiterbildungsprogrammen und Wiedereinstiegschancen.

Georg Müller, MSc

Jahrgang: 1992

Ausbildung: HAK, Wirtschaftsstudium

Laufbahn: verschiedene Praktika, Berufserfahrung in lokalen und international Unternehmen, Bachelor- (Management und Recht, MCI) sowie Masterstudium (Corporate Business Development, FHSG), Auslands- und Forschungsaufenthalte in den USA und Hongkong.

Familienstand: ledig

mueller.georg@wkv.at ,https://wko.at/vlbg, www.firi.at