Seltene Mikro-Sonnenfinsternis durch Planet Merkur

11.11.2019 • 14:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
APA

Mit einem sogenannten „Merkurtransit“ ist heute eine seltene Mikro-Sonnenfinsternis zu sehen.

Der Planet Merkur wird dabei am Nachmittag vor der Sonne vorbeiziehen. Da der Himmelskörper relativ klein und weit weg von der Erde ist, sieht man ihn als schwarzen Punkt vor der Sonnenscheibe nur mit Fernrohren, die mit speziellen Filtern geschützt sein müssen.

Das Schauspiel hat in Wien um 13.35 Uhr begonnen. Für mehrere Stunden wanderte dann die winzige schwarze Scheibe des kleinsten Planeten des Sonnensystems über die Sonne. Etwa zur Hälfte des Transits geht die Sonne dann um 16.22 Uhr unter. Zur Beobachtung ist ein freier Blick zum südwestlichen Horizont erforderlich. Ein Merkurtransit findet nur 13 bis 14 Mal pro Jahrhundert statt. Das letzte Mal war er 2016 zu sehen, das nächste derartige Himmelsschauspiel findet erst wieder 2032 statt.

„Wir haben den Anfang des Merkurtransits gut beobachten können“, freute sich der Obmann der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA), Alexander Pikhard, Montagnachmittag über „relativ wenige Wolken“. Mit rund zehn Teleskopen beobachteten die Amateurastronomen trotz Kälte und Wind die seltene Mikro-Sonnenfinsternis auf der Wiener Sophienalpe in Wien-Penzing.

Pünktlich um 13.35 Uhr begann der Planet Merkur, sich vor die Sonnenscheibe zu schieben. Bis zum Sonnenuntergang wird die winzige schwarze Scheibe des kleinsten Planeten des Sonnensystems über die Sonne ziehen. „Mit etwas Glück können wir das tatsächlich bis zum Ende beobachten“, sagte Pikhard, dem nur die Cirruswolken der aus Südwesten heranziehenden Front Sorgen machten. (APA)