Wahlkarten dürften Steiermark-Wahl spannend machen

23.11.2019 • 09:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bei der steirischen Landtagswahl zeichnet sich ein Briefwahlrekord ab. Die ARGE Wahlen-Hochrechner gehen davon aus, dass im Sonntagabend veröffentlichten Ergebnis noch 88.400 Briefwahl- und Wahlkarten-Stimmen fehlen werden – also 13,6 Prozent der gültigen Stimmen erst am Montag ausgezählt werden. KPÖ und NEOS können somit noch hoffen, falls sie im Sonntags-Ergebnis das Grundmandat knapp verpassen.

Denn Kleinparteien schaffen das für den Landtagseinzug nötige Grundmandat am leichtesten im Wahlkreis 1 (Graz und Graz-Umgebung) – und in der Landeshauptstadt wurden, wie üblich, die meisten Wahlkarten ausgestellt. Und sowohl NEOS als auch KPÖ zählten – wie die Grünen auch – bisher zu den Profiteuren der Briefwahl.

Die ÖVP hat hingegen zuletzt durch die Briefwahl-Auswertung ein wenig eingebüßt – und bei der Nationalratswahl auch wieder die SPÖ. Die FPÖ schneidet von jeher im Urnenwahl-Ergebnis vom Sonntag deutlich besser ab als im Gesamtergebnis inklusive Briefwahl.

Bereits im Urnenwahlergebnis enthalten sind die Stimmen der Steirer, die den Vorwahltag am 15. November genützt haben. Das waren heuer (mit 39.720) deutlich weniger als 2015 (69.125) – und sind, anders als vor fünf Jahren, auch deutlich weniger als die (zu erwartenden) Briefwähler.

10,7 Prozent der gültigen Stimmen wurden 2015 am Vorwahltag abgegeben und 8,4 Prozent per Briefwahl. Heuer dürfte der Vorwahltag rund sechs Prozent ausmachen und die Briefwahl 13,6 Prozent. In Summe bleibt es damit aber bei dem Fünftel der Wahlberechtigten, die nicht „klassisch“ am Sonntag an der Urne, sondern vorgezogen wählen.