Papst warnt in Weihnachtsbotschaft vor „Finsternis“

Welt / 25.12.2019 • 14:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Papst warnt in Weihnachtsbotschaft vor "Finsternis"

rom Papst Franziskus hat in seiner Weihnachtsbotschaft am Christtag vor „Finsternis“ innerhalb der persönlichen, familiären und sozialen Beziehungen gewarnt. Es gebe „Finsternis bei den wirtschaftlichen, geopolitischen und ökologischen Konflikten“, doch das Licht Christi sei heller. Zugleich bat das Oberhaupt der katholischen Kirche um Schutz für Migranten.

Gott gebe den Migranten Schutz, die in der Hoffnung auf ein sicheres Leben emigrieren müssen, sagte der Heilige Vater, der seine Weihnachtsbotschaft von der Loggia des Petersdoms verkündete. „Es ist die Ungerechtigkeit, die Flüchtlinge dazu zwingt, Wüsten und Meere, die zu Friedhöfen werden, zu überqueren. Es ist die Ungerechtigkeit, die sie dazu zwingt, unsagbare Misshandlungen, Knechtschaft jeder Art und Folter in den unmenschlichen Auffanglagern zu ertragen. Es ist die Ungerechtigkeit, die sie abweist von Orten, wo sie eine Hoffnung auf ein würdiges Leben haben könnten und die sie auf Mauern der Gleichgültigkeit stoßen lässt“, sagte der Papst.

Den vielen Kindern, die unter dem Krieg und den Konflikten im Nahen Osten und in verschiedenen Ländern der Erde leiden, sowie dem „geschätzten syrischen Volk“ drückte der Pontifex sein Mitgefühl aus. Er forderte politische Lösungen für das Heilige Land, wo weiterhin viele „mit Anspannung, aber ohne sich entmutigen zu lassen“, Tage des Friedens, der Sicherheit und des Wohlstandes erhoffen. Um Trost bat der Papst für den Libanon, den Irak und den Jemen, der durch eine schwere humanitäre Krise geprüft werde.

Franziskus äußerte die Hoffnung, dass die Anstrengungen derer, die sich für Gerechtigkeit und Versöhnung in Südamerika und sich für die Überwindung der verschiedenen Krisen und der vielen Formen der Armut einsetzen, zu Resultaten führen. Er bete auch für die Ukraine, die auf der Suche nach „konkreten Lösungen für einen dauerhaften Frieden“ sei, sowie für die Völker Afrikas, wo weiterhin gesellschaftliche und politische Situationen bestehen, welche die Menschen oft zur Emigration zwingen und sie der Heimat und der Familie berauben. „Gott tröste alle, die unter Gewalt, Naturkatastrophen oder gesundheitlichen Notständen leiden. Er stehe denen bei, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, besonders die entführten Missionare und Gläubigen, wie auch die Menschen, die Angriffen radikaler Gruppierungen zum Opfer fallen, besonders in Burkina Faso, Mali, Niger und Nigeria“, so der Papst.

Die Botschaft von der Loggia des Petersdoms und der Segen „Urbi et Orbi“ sind ein Höhepunkt der christlichen Weihnachtsfeiern. Zehntausende Menschen verfolgten die Ansprache des Papstes auf dem wegen der Terrorgefahr besonders gesicherten Petersplatz. Millionen sahen im Fernsehen oder via Internet zu.