Verschüttete am Ankogel nach Lawinenabgängen befürchtet

Welt / 26.12.2019 • 15:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Verschüttete am Ankogel nach Lawinenabgängen befürchtet

Dreimal gingen Schneemassen bei Skigebiet ab, eine erreichte Piste – Alpinpolizei und Bergrettung im Einsatz.

Mallnitz Im Skigebiet Ankogel in Kärnten sind am Donnerstag offenbar zumindest zwei Wintersportler von einer Lawine verschüttet worden. Einer wurde geborgen, nach einem weiteren wurde gesucht, nachdem eine Zeugin von zwei Verschütteten gesprochen hatte, wie die Polizei der APA mitteilte. Die Lawine ging außerhalb des gesicherten Skiraums ab. Insgesamt lösten sich drei Schneebretter.

Noch während der Suche im ersten Lawinenkegel gingen in der Nähe zwei weitere Lawinen ab. Ein Augenzeuge wollte gesehen haben, dass dabei weitere drei bis vier Skifahrer verschüttet worden waren. Die Einsatzkräfte überprüften das. Laut Polizei wurde das Skigebiet nach dem Lawinenabgang gegen 10.00 Uhr gesperrt.

Die Hochgebirgsbahnen Ankogel sprachen nach dem dritten Schneebrett von einer Lawinenauslösung „durch rücksichtsloses Verhalten von Freeridern“. Von dem Lawinenabgang seien auch Pistenbereiche betroffen. Ob hier Wintersportler verschüttet wurden, konnte nicht gesagt werden.

Im Sucheinsatz standen mehrere Ortsstellen der Bergrettung in Oberkärnten, die Alpine Einsatzgruppe der Polizei Spittal/Drau sowie zwei Helikopter, der Christophorus 7 des ÖAMTC sowie ein Polizeihelikopter der Flugeinsatzstelle Klagenfurt. Die Alpinpolizei ordnete ab, dass der Betrieb der Ankogelbahn aufgrund der Ereignisse bis auf weiteres eingestellt werde.

In Tirol sind – bei großer Lawinengefahr der Stufe vier – drei Lawinenabgänge glimpflich ausgegangen. Zwei der Alarmierungen betrafen den freien Skiraum von Sölden, in einem Fall war Ischgl betroffen. Während in Sölden niemand von den Schneemassen erfasst wurde, wurde in Ischgl nach ersten Informationen der Polizei ein Wintersportler teilweise verschüttet.

Die teilverschüttete Person wurde von Rettern aus der misslichen Lage befreit und in Sicherheit gebracht. Der Wintersportler überstand den Lawinenabgang offenbar ohne ernsthafte Folgen. APA