Ford setzt zur großen Offensive an

Mobilität / 19.01.2020 • 11:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Puma: vom sportlichen Klein-Coupé zum flotten Subkompakt-Crossover mutiert. Ab Mitte Jänner, für einen Preis von ab 24.590 Euro. BEATRIX KECKEIS-HILLER

Die Kölner sind dabei, mit Puma, Kuga, Explorer sowie Antriebselektrifizierung voll durchzustarten.

FORD Mehr als bloß ein kräftiges Lebenszeichen setzt die Europa-Abteilung der Pflaumen-Marke. Mit stark elektrischem Unterton. Bereits im vergangenen Herbst traten die Kölner mit einer Plug-In-Hybridisierung der Leichttransporter-Baureihen auf. Der Tourneo Custom PHEV wurde zum „International Van of the Year 2020“ gekürt. Auch ist der Ford Mondeo nun in allen Karosserie-Varianten als Vollhybrid zu haben. Dazu kam die motorische Anpassung des Pick-Up-Modells Raptor, der zwar im Vergleich zum Stamm-Portfolio – von den Kleinen (Fiesta) über die Kompakten (Focus) bis zu den SUVs (EcoSport und Kuga) – weniger ein Volumensbringer als ein erfolgreicher Imageträger und in seinem Segment Österreich-Topseller ist. Auch er ist erneut Preisträger, als „International Pick Up of the Year 2020“.

Jetzt folgt die schrittweise Strom-Orientierung der gesamten Pkw-Palette. Eines der Initiale setzt der frontgetriebene Puma, der seine Österreich-Premiere auf der Vienna Auto Show feiert. Er ist, komplett neu aufgestellt, vom einstigen sportlichen Kleinwagen-Coupé (1997 – 2001) zum flotten Crossover mutiert. Motorisiert ist er zum Marktstart für ab 24.590 Euro mit Einliter-Benzinern, in der Leistungsstufe 125 PS wahlweise, mit 155 PS standardmäßig mit Mildhybrid-Technologie auf Basis eines 48-Volt-Bordnetzes. Folgen wird ein 1,5-Liter-Diesel (125 PS).

Rundum neu gemacht: der Kuga, auch als Plug-In-Hybrid zu haben.
Rundum neu gemacht: der Kuga, auch als Plug-In-Hybrid zu haben.

Dem Subkompakt-Crossover zur Seite steht der von Grund auf neu interpretierte Kuga. Das betrifft den Unterbau auf Basis der neuen C2-Architektur und die Motorisierungen, die jetzt auch elektrifizierte Antriebe inkludieren. Zu 1,5-Liter-Benzinern und -Dieseln, mit 150 oder 120 PS, addierte Ford einen Zweiliter-Selbstzünder-Mildhybrid mit 150 PS. Topmodell ist ein mit Plug-In-Hybrid-Technologie auf 225 PS gestärkter Benziner. Allradantrieb für den grundsätzlich frontgetriebenen Kompakt-SUV allerdings erfordert einen konventionellen Zweiliter-Diesel (190 PS, Achtgang-Automatik). Der neue Ab-Preis für den Kuga: 32.900 Euro (1,5-l-Diesel). Marktstart ist im kommenden April.

Spitzen-SUV: Explorer

Das Top-Modell im Sports-Utility-Vehicles-Segment ist jetzt der neu entwickelte europakompatible Explorer samt variablem Allradantrieb und einer Option auf bis zu sieben Sitzplätze. Er wird in Österreich als Plug-In-Hybrid offeriert, das ist eine Kooperation aus Dreiliter-V6-Benziner und E-Aggregat mit 457 PS (und 825 Nm). Der Antrieb ist gekoppelt an eine zehnstufige Wandlerautomatik. Die E-Reichweite gibt Ford mit 45 Kilometern an. Starten wird er im Sommer. Preis: unter 80.000 Euro.

Mit komplettiertem Portfolio und Elektrifizierung rechnet man mit einem Anhalten des Absatz-Erfolgs. 2019 stieg der Markanteil mit 19.356 Pkw- und 8625 Nutzfahrzeug-Neuzulassungen trotz allgemeinen Rückgangs auf 7,51 Prozent. Beatrix Keckeis-Hiller