Neue Coronavirus-Verdachtsfälle in Wien und Kärnten

Welt / 30.01.2020 • 14:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nur wenige Stunden nach der totalen Entwarnung sind in Österreich zwei neue Corona-Verdachtsfälle gemeldet worden. Zunächst teilte das Land Kärnten mit, dass ein Mann aus dem Bezirk Klagenfurt-Land nach einer China-Reise vom Amtsarzt zu Heimquarantäne angewiesen wurde. Wenig später wurde in Wien der Fall einer Philippinin bekannt, die sich mit leichten Symptomen im Krankenhaus befindet.

Die Frau war bereits am 20. Jänner von Hongkong nach Wien gereist. Nunmehr entwickelte sie grippeähnliche Symptome und hatte am Donnerstag unter anderem leichtes Fieber. Sie hatte sich in der Nacht ins Kaiser-Franz-Josef-Spital begeben. Die Frau ist bereits der sechste Verdachtsfall in Wien. Bei den vorherigen fünf gab es in allen Fällen nach dem Test Entwarnung.

Das Land Kärnten wiederum teilte mit, dass ein Mann aus dem Bezirk Klagenfurt-Land, der bis vor wenigen Tagen in der Provinz Shanghai und Umgebung unterwegs gewesen war, zunächst seinen Hausarzt aufsuchte. Er klagte über Symptome eines Atemwegsinfekts mit Fieber und Husten, worauf der Amtsarzt bis zum Vorliegen eines Untersuchungsergebnisses die Heimquarantäne verhängte. Laut Landessanitätsdirektion wurde zu Mittag eine Probe nach Wien zur Laboruntersuchung geschickt, ein Ergebnis wird frühestens am Freitag erwartet.

Zuvor war vom Gesundheitsministerium bekannt gegeben worden, dass sich sämtliche bisherigen Verdachtsfälle nicht bestätigt haben. Die sieben Österreicher, die sich in der chinesischen Provinz Hubei befinden, sollen demnächst ausgeflogen werden. Laut Außenministeriums-Sprecher Peter Guschlbauer ist eine Ausreise noch vor dem Wochenende geplant. Das genaue Vorgehen wird noch mit europäischen Partnerländern abgestimmt.