Kramp-Karrenbauer will bald CDU-Vorsitz abgeben

10.02.2020 • 09:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer will nicht Kanzlerkandidatin der Union bei der nächsten Bundestagswahl werden und den CDU-Vorsitz in absehbarer Zeit abgeben. Sie wolle „zum Sommer den Prozess der Kanzlerkandidatur organisieren, die Partei weiter auf die Zukunft vorbereiten und dann den Parteivorsitz abgeben“, hieß es am Montag aus CDU-Kreisen.

Kramp-Karrenbauer, zugleich deutsche Verteidigungsministerin, habe sich entsprechend im CDU-Präsidium geäußert. Dort habe sie gesagt, dass es „ein ungeklärtes Verhältnis von Teilen der CDU mit AfD und Linken“ gebe. Sie sei „strikt gegen eine Zusammenarbeit“ der CDU mit der rechten AfD und Linken, habe Kramp-Karrenbauer erklärt. Zudem sei es für sie „offensichtlich, dass Parteivorsitz und Kanzlerschaft sowie Kanzlerkandidatur in eine Hand gehörten“, hieß es. Deshalb erklärte sie demnach, dass sie keine Kanzlerkandidatur anstrebe.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Vorgängerin als CDU-Chefin habe Kramp-Karrenbauer für ihre Arbeit gedankt und betont, dass sie Verteidigungsministerin bleiben solle. Die nächste reguläre Bundestagswahl steht in Deutschland erst im Herbst 2021 auf dem Programm.

Kramp-Karrenbauer hatte Ende 2018 den Parteivorsitz von Merkel übernommen. Sie wurde für zwei Jahre gewählt, eine Neuwahl des CDU-Vorstandes steht beim Bundesparteitag Ende des heurigen Jahres an. Merkel, die Deutschland seit 2005 regiert, will bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr kandidieren.