Eine gelebte Gastfreundschaft steht in der „Traube“ in Braz an oberster Stelle

Karriere / 08.08.2020 • 18:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Eine gelebte Gastfreundschaft steht in der „Traube“ in Braz an oberster Stelle
Christoph Lorünser: „Die Gäste wollen sich bei uns wohlfühlen und eine unvergessliche Zeit erleben und das gilt es immer wieder zu reflektieren.“ FOTO: TRAUBE BRAZ

Sie wird den jüngsten Mitarbeitern mit Begeisterung vorgelebt, sagt Christoph Lorünser im Interview.

Warum sind Sie ein guter Arbeitgeber?

Wir wurden schon mehrmals als Ausgezeichneten Lehrbetrieb gewürdigt und das macht uns auch sehr stolz. Dennoch müssen wir ständig an uns arbeiten um den größten Erfolg mit unserem Nachwuchs zu erzielen. Auch bei der neuen Ausbildung der GASCHT sind wir dabei und freuen uns über diese neue Form der Ausbildung

Die Lehrlingsausbildung hat in Ihrem Haus Tradition. Das sagen, dass ausgebildet wird, seit sie sich erinnern können – somit seit mehr als 50 Jahren. Was vermitteln Sie den jungen Menschen?

Momentan bilden wir vier Lehrlinge aus, wovon drei in der neuen Gastgeber Schule für Tourismus (GASCHT) sind. Die Arbeitswelt steht im ständigen Wandel und wir versuchen unseren Arbeitsplatz so attraktiv wie möglich zu gestalten. Das Arbeiten im Tourismus ist für uns alle eine Leidenschaft und der direkte Kontakt mit den Gästen eine Freude.

Wie geht es Ihnen in Ihrem Beruf?

Die Zusammenarbeit mit jungen Menschen macht uns enorm Spaß. Die Lernbereitschaft und der Wille sich im Team zu integrieren und etwas zu erreichen, ist groß. Ein Haus wie unseres funktioniert nur, wenn alle an einem Strang ziehen und hier ist das Zusammenspiel von unseren erfahrenen Mitarbeitern und unserer ‚Jugend‘ entscheidend.

Wie bewältigen Sie die Suche nach den Besten?

Wir arbeiten zum einen eng mit den umliegenden Mittel-und Polytechnischen Schulen zusammen und geben bei den Schnupper- und Berufsbildenden Tagen die Möglichkeit, Hinter die Kulissen zu blicken. Die Schülerinnen und Schüler können mitarbeiten und im Team mitwirken und einige davon sehen wir dann im Herbst zum Lehrbeginn wieder.

Wie konnten Sie die Coronakrise bisher meistern?

Die letzten Wochen und Monate waren gerade für uns als Hotel- und Gastronomiebetrieb sehr anspruchsvoll. Die Ungewissheit und Unsicherheit auch im Hinblick auf die Zukunft war bzw. ist für uns alle eine Herausforderung. Dennoch bin ich ein Optimist und sehe immer positiv nach vorne. Die Buchungen für den Sommer steigen wieder an und ich denke wir können auch positive Schlüsse aus dieser Krise mitnehmen. Die Themen wie Nachhaltigkeit und Regionalität werden von uns schon seit Jahren mehr als nur gelebt. Genau solche Entwicklungen werden von uns mitgroßem Engagement weitergelebt und wie ich es auch meinen Mitarbeitern oft sage: Alles wird gut!

Wie schaffen Sie es, dass High Potentials Ihnen die Treue halten?

Ein wertschätzender Umgang und das nicht nur an ‚ruhigen‘ Tagen, sondern auch in stressigen Situation sind entscheidend. Wir haben viele Mitarbeiter die bereits seit Jahren oder gar Jahrzenten bei uns arbeiten. Sie gehören schon quasi zur Familie. Wir leben die Trauben-Familie und sind auch eine und das ist der Schlüssel zum Erfolg – Wertschätzung.

Welchen Stellenwert haben die Lehrlinge in Ihrem Betrieb?

Unsere Lehrlinge und die, die es noch werden wollen haben bei uns einen sehr hohen Stellenwert, da sie unsere Zukunft sind. Wir können nicht nur jammern, dass wir keine Fachkräfte bekommen. Wir müssen aktiv unseren Nachwuchs fördern und ihnen auch Verantwortung übergeben. Auch ich gehörte einmal zu den jungen-wilden und habe dank engagierten Ausbildnern und Unternehmern für mein Leben im Tourismus dazugelernt.

Christoph Lorünser

Ausbildung: Höhere Lehranstalt für Tourismusbetriebe

Laufbahn: mehrere Jahre Auslandsaufenthalt, 1998 Übernahme des elterlichen Betriebes

Alter: 56 Jahre

Familie: verheiratet, zwei Söhne

Hobbys: Golf

www.traubebraz.at