„Innovationen sind ein wichtiger Faktor“

Heimat / 27.01.2022 • 10:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
„Innovationen sind ein wichtiger Faktor“
Johannes Bischof: „Die Skilehrer sind wichtige Dienstleister und dadurch Botschafter für die gesamte Region.“ bi

Johannes Bischof bewältigt als Direktor der Skischule Lech besondere Herausforderungen.

LECH Der Skisport spielt eine wichtige Rolle im Leben von Johannes Bischof. Seit über zwanzig Jahren arbeitet er für die Skischule Lech, die Leitung hat er nunmehr seit dreizehn Jahren inne. Als Direktor steht er vor vielseitigen Herausforderungen – und dies nicht nur zu Pandemiezeiten.

Sie haben sich schon früh für das Skifahren begeistert. Was war der Grund dafür?
BISCHOF Als gebürtiger Lecher hat mich das Skifahren immer schon fasziniert – in die Skischule bin ich aber nicht als Skilehrer eingetreten, sondern im Management.

Die Skischule Lech genießt einen ausgezeichneten Ruf. Welche Rolle spielen dabei Innovationen?
BISCHOF Innovationen sind, wie in jeder Branche, ein wichtiger Faktor für die Weiterentwicklung des Unternehmens. So haben wir uns in der Skischule Lech schon früh mit dem Thema Digitalisierung beschäftigt und haben bei meinem Eintritt als erste Skischule ein digitales Reservierungssystem eingeführt.

Welche Themenfelder umfasst Ihr Aufgabengebiet als Direktor?
BISCHOF Ich bin in unserem Unternehmen in erster Linie für Marketing, Werbung, Verkauf und Personalabrechnung sowie den gesamten kaufmännischen Bereich verantwortlich. Die Einteilung der Kurse und Skilehrer sowie die Gesamtleitung der Skischule obliegt dem Skischulleiter, Christian Elsensohn.

Auf welche didaktischen Prinzipien legen Sie in der Skischule besonderen Wert?
BISCHOF In jeder Skischule sind zwei Prämissen oberstes Gebot: Dazu zählt in erster Linie die Sicherheit der Gäste und Mitarbeiter und selbstverständlich deren Zufriedenheit – egal ob mit dem Lernfortschritt oder mit dem Mehrwert, den der Besuch in der Skischule beim Skiurlaub bedeutet.

Welches waren die größten Veränderungen in der Skischule in den vergangenen beiden Jahrzehnten?
BISCHOF Für uns in der Skischule Lech war sicher die Dienstnehmerschaft unserer Skilehrer mit großen organisatorischen und wirtschaftlichen Veränderungen verbunden. Darüber hinaus würde ich die Digitalisierung sehen, bei der wir uns bemühen, immer auf dem aktuellsten Stand zu sein.

Inwieweit hat sich der Beruf des Skilehrers verändert?
BISCHOF Die Skilehrer sind nach wie vor jene Dienstleister, die viel Zeit mit unseren Gästen verbringen und dadurch wichtige Botschafter für die gesamte Region sind. Die Dienstleistung von Skiunterricht und dem Begleiten und Führen von Gästen im freien Skiraum ist in den vergangenen Jahrzehnten immer professioneller geworden, auch wenn die Geselligkeit in den vergangenen Jahren immer mehr reduziert wurde.

Lech zieht viele Gäste aus unterschiedlichsten Nationen an. Welche Länder sind am meisten vertreten? Ist es eine unabdingbare Voraussetzung als Skilehrer, mehrere Sprachen zu beherrschen?
BISCHOF Ja, wir haben das Glück, in der Region internationale Gäste betreuen zu dürfen, weshalb Zusatzkenntnisse in anderen Sprachen eine Grundvoraussetzung neben der absolvierten Skilehrer-Ausbildung darstellen. Unsere Gäste kommen aus der ganzen Welt – ein großer Teil selbstverständlich aus Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und der Schweiz.

In Lech halten sich immer wieder berühmte und bekannte Persönlichkeiten auf. Welche Begegnung war für Sie am einprägsamsten?
BISCHOF Wir bemühen uns, jedem Gast bei uns in der Skischule Lech das Gefühl zu geben, jemand Besonderes zu sein. Egal ob dieser in der Öffentlichkeit mehr oder weniger bekannt ist.

In diesem Jahr werden in der Skischule erstmals Kurse zum Tourengehen angeboten. Was beinhaltet dieser Schwerpunkt?
BISCHOF Das Skitourengehen ist aktuell ein großer Trend und wir bieten in unseren Offpiste-Gruppen ein entsprechendes Angebot. In diesem Jahr haben wir für Einsteiger und Genießer Kurse geschaffen, um erstmals die Vorteile dieser Sportart kennenzulernen und um – besonders wichtig – jeweils zu Beginn der Kurse eine umfassende Einführung in Sicherheit, Equipement und Geländeeinschätzung zu bekommen. Bisher wird das Angebot gut angenommen.

Für wie wichtig erachten Sie es, dass Kinder Skifahren lernen?
BISCHOF Für Kinder ist es besonders spannend und einfach, das Skifahren zu lernen: Die neue Bewegung, Geschwindigkeit und Beherrschung von Bremsen und Kurvenfahren ist für die Kinder ein ganz tolles Erlebnis – und in der Gruppe macht es zudem gleich noch mehr Spaß.

Zuletzt noch eine persönliche Frage: Sind Sie in Ihrer Freizeit auch mit den Skiern unterwegs? Und welche ist Ihre Lieblingsabfahrt?
BISCHOF Natürlich gehe ich auch privat skifahren und freue mich, wenn ich regelmäßig den „Weißen Ring“ – speziell heuer mit den neuen Bahnen Madloch und Zugerberg – fahren kann. BI