Welches Kloster hinter die Mauern blicken lässt

Heimat / 24.05.2022 • 16:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Schwestern des Klosters Gauenstein begrüßten am Tag der offenen Tür zahlreiche Gäste.<span class="copyright">SCO</span>
Die Schwestern des Klosters Gauenstein begrüßten am Tag der offenen Tür zahlreiche Gäste.SCO

Die Schwestern der heiligen Klara luden zum Tag der offenen Tür.

SCHRUNS „In raschem Lauf, mit leichtem Schritt, und ohne mit dem Fuße anzustoßen, so dass dein Schritt den Staub kaum mehr berührt, sicher, freudig und behend, und zugleich achtsam sollst du schreiten auf dem Weg der Seligkeit“, schrieb Klara von Assisi (1194–1253). Die Klaraschwestern, eine kleine kontemplative Gemeinschaft, die im Geist dieser Heiligen lebt, lud am vergangenen Samstag zum Tag der offenen Tür mit Verkauf von Klosterprodukten wie Balsame, Kräutersalz und Bienenwachskerzen und Führungen durch das Haus.

Die Sibner Partie begleitete die bewirtete Veranstaltung, die in gemütlicher Atmosphäre stattfand, musikalisch. Im Gotteshaus präsentierten die Schwestern ihre im Studio TonZoo in Dornbirn entstandene CD. Als Titel dafür wählte der Orden naheliegenderweise ein Wort seines verehrten Glaubensvorbildes: „Zu Großem sind wir berufen – Spiegel des Lichtes zu sein!“

Pfarrmoderator Hans Tinkhauser (Pfarrverband Mittleres Montafon) und der Schrunser Bgm. Jürgen Kuster.
Pfarrmoderator Hans Tinkhauser (Pfarrverband Mittleres Montafon) und der Schrunser Bgm. Jürgen Kuster.

Eröffnet wurde das Klosterfest dank Wetterglück mit einer Open-Air-Messfeier mit Diözesanbischof Benno Elbs, Pfarrmoderator Hans Tinkhauser und dem Guardian des Kapuzinerklosters in Feldkirch, Pater Karl-Martin Gort. Unbeschwerte Stunden genossen anlässlich der Party auch der ehemalige österreichische Föderalismusminister Jürgen Weiss (Referent für Ordensgemeinschaften), der bischöfliche Zeremoniär Bruder Matthäus Plattensteiner, Bruder Engelbert Bacher, der Schrunser Bürgermeister Jürgen Kuster, dessen Amtsvorgänger Karl Hueber mit Gattin Sieglinde, die Vandanser Vizebürgermeisterin Ina Bezlanovits sowie der stellvertretende Vorsitzende des Schrunser Pfarrkirchenrates, Werner Ganahl, mit Gattin Judith.

Die Ortsfeuerwehr Schruns sorgte dafür, dass auch ältere Mitmenschen das Fest auf 750 Metern Seehöhe sicher erreichen und miterleben konnten. Die Ordensfrauen freuen sich, dass sie im Kloster Gauenstein ihre neue Niederlassung eröffnen durften. Eingezogen sind sie am 17. April 2021. Im Kloster hatte die Gemeinschaft übrigens im Jahre 1983 begonnen. „Zurück zum Ursprung“, meinte Klostervater Richard Fritz treffend anlässlich der offiziellen Schlüsselübergabe im vergangenen Jahr.

Geistliche Heimat

Beim Klosterfest am Samstag, direkt nach der Liturgiefeier, dankte die in Bregenz wirkende Äbissin Rita Maria Schmid dem Diözesanbischof und dem Generalvikar Hubert Lenz, der beim Fest nicht anwesend sein konnte, für deren Engagement und Unterstützung. Die Schwestern sind beeindruckt und dankbar, dass es in Gauenstein „verschiedene Gruppen und Personen gibt, die den Ort beleben, mittragen und die hier bereits eine geistliche Heimat gefunden haben“. Wie die Kapuziner sind auch die Schwestern ein Bettelorden und somit angewiesen auf Unterstützung in verschiedenen Formen. Einen besonderen Dank richtete der Orden an den gemeinnützigen Verein Gauenstein Aktiv, allen voran Obmann Richard Fritz. Mit vereinten Kräften haben sie das Fest organisiert und auf die Beine gestellt. SCO