Tirol-Wahl: Gremien schreiten zu Analysen

26.09.2022 • 05:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nach der Tiroler Landtagswahl ist vor den Gremiensitzungen und vor offenbar bald startenden Sondierungsgesprächen über die Bildung einer neuen Regierung. Die ÖVP kommt Montagvormittag zu einem Parteivorstand zusammen. Dabei dürfte schon ein erster Fahrplan für die Gespräche mit den Parteien festgelegt werden. Parteichef und Spitzenkandidat Anton Mattle will zwar mit allen sondieren, mögliche Koalitionsverhandlungen mit der FPÖ wird es aber nicht geben.

Eine Festlegung auf eine bestimmte Wunschkoalition dürfte nicht getroffen werden, Mattle will sich – zumindest nach außen – alle Optionen offen halten. Eine innerparteilicher Watschentanz bleibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus, dem schwarzen Frontmann wurde am Sonntag trotz beträchtlicher Verluste allenthalben der Rücken gestärkt.

Die SPÖ, die nur wenig dazugewinnen konnte, will Montagabend beraten und wohl dabei ihren Regierungswillen einmal mehr bekunden bzw. ein Sondierungsteam zusammenstellen. Die deutlich gestärkte FPÖ macht offiziell einen “blauen Montag” und hält keine Gremiensitzungen ab.

Die sehr gewachsene Liste Fritz und die etwas enttäuscht abgeschnitten habenden NEOS hatten angekündigt, jeweils schon am Nachmittag zusammentreten. Letztere werden wohl ihren Regierungswillen in einer Dreierkoalition bekunden. Gleiches gilt für die Grünen, die in ihrer Steuerungsgruppe zusammenkommen. Die Öko-Partei wird wegen ihres schwachen Abschneidens wohl auch so einiges zu beraten und zu grübeln haben. Ein Rückzug von Spitzenkandidat und Klubobmann Gebi Mair stehe aber nicht zur Debatte stehen, erfuhr die APA.

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