Welcher Bludenzer Familienbetrieb den Lehre-Staatspreis erhält

Heimat / 04.10.2022 • 14:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bundesminister Martin Kocher mit Ausbildungsleiterin Perrine Getzner bei der Preisverleihung in Wien.<span class="copyright">Mathias Silveri</span>
Bundesminister Martin Kocher mit Ausbildungsleiterin Perrine Getzner bei der Preisverleihung in Wien.Mathias Silveri

Bundesminister Martin Kocher zeichnet Getzner Textil mit dem Prädikat „Bester Lehrbetrieb“ aus.

Bludenz Seit mehr als 200 Jahren produziert der Traditionsbetrieb mit Sitz in Bludenz Textilien, die Kunden auf der ganzen Welt begeistern und bewegen. Um als gefragter Partner für hochwertige textile Lösungen am Markt glänzen zu können, vertraut Getzner auf bestens ausgebildete Fachkräfte, die im Optimalfall direkt aus dem firmeneigenen Nachwuchs rekrutiert werden. Schon damals – zu Beginn des 19. Jahrhunderts – wurde das Thema Lehre zur Chefsache erklärt, als die allererste Lehrwerkstätte Vorarlbergs bei Getzner Textil gegründet wurde. „Die Unternehmensleitung und die Lehrverantwortlichen befinden sich in aktivem Austausch, um das Lehrangebot im Betrieb stetig und nachhaltig verbessern zu können. Wir bieten unseren mehr als 50 Lehrlingen ein umfangreiches Ausbildungsspektrum am Puls der Zeit – modern, auf Basis der neusten Technologien. Und natürlich kommt auch der Spaß dabei nicht zu kurz“, informiert Roland Comploj, CEO von Getzner Textil.

Lehrlinge aktiv eingebunden

Selbstverständlich freut man sich beim Bludenzer Traditionsunternehmen immens über den Gewinn in der Kategorie „Lehrberufsmarketing & Rekrutierung“. „Wer uns kennt, weiß, dass wir unsere Energie und Ressourcen bewusst in die Ausbildung sowie Weiterentwicklung der Jugendlichen stecken“, erklärt Perrine Getzner, Leiterin der Lehrlingsabteilung, und führt weiter aus: „Dabei ist es für uns einfach logisch, dass wir unsere Lehrlinge aktiv in Kreativ- und Verbesserungsprozesse einbinden, denn wir können viel von ihnen lernen.“ So waren die Auszubildenden auch ein wichtiger Teil bei der Entwicklung des „Getzner Videobots“ (lehre.getzner.at/videobot), mit dem Getzner den hochkarätigen Staatspreis nach Bludenz geholt hat.

Information modern verpackt

Im Zuge der Neugestaltung der Lehrlingskampagne wurden auch Lehrlinge aus den unterschiedlichen Bereichen hinzugezogen und zu einem Workshop mit den beteiligten Fachbereichen geladen. Die Lehrlinge wünschten sich vor allem mehr Informationen über die Ausbildung und das Unternehmen. „Mit dem Videobot bieten wir interessierten Lehrlingen einen direkten, unkomplizierten Zugang zur bunten und hochtechnologischen Getzner-Welt. Chiara und Mathias schlüpfen in die Rolle von digitalen ‚Tourguides‘, führen durch unseren gesamten Betrieb und beantworten in ihren Worten (fast) alle Fragen, die die jungen Menschen bei der Lehrstellenauswahl beschäftigen“, sagt Nicole Bösch, Leitung Marketing und Kommunikation.

Potenzial erkennen und fördern

Als ehemalige Auszubildende im Betrieb weiß Perrine Getzner genau, dass es wichtig ist, sich täglich mit den Bedürfnissen und Wünschen der angehenden Fachkräfte auseinanderzusetzen. „Unsere Lehrlinge besitzen ein enormes Potenzial, das nur darauf wartet, gefördert zu werden. Wir wollen sie bestmöglich dabei unterstützen, dieses – also auch ihre Stärken und Schwächen – selbst zu erkennen, um sowohl beruflich als auch menschlich wachsen zu können.“ Dieses Gefühl will Getzner auch Interessierten außerhalb der Firma vermitteln. So wurde in den vergangenen Jahren intensiv daran gefeilt, Außenstehenden einen barrierefreien digitalen Zugang zu spannenden Unternehmensinhalten und exklusiven Vor-Ort-Eindrücken im Bereich Lehre zu ermöglichen.

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