So gut ist der Suzuki Vitara als Vollhybrid

Mobilität / 08.10.2022 • 17:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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VN-Test mit dem auf Effizienz getrimmten Japaner.

Schwarzach Der Vitara zählt zu den Klassikern im Suzuki-Programm. Seit 30 Jahren auf dem Markt erfährt der Bestseller praktisch im Jahresabstand optische und technische Auffrischungen. Die aktuelle Generation aus dem Jahr 2015 ist so jung und fesch geblieben. Als eines der ersten kleinen SUVs gilt er als Vorreiter eines mittlerweile boomenden Segments. Die Pionierarbeit hat sich für den Hersteller aus Fernost gelohnt. Der Vitara ist eines der Zugpferde im Stall der Japaner.

Optisch scheint der Bedarf an Veränderung gering gewesen zu sein. Mit der letzten Modellpflege wurden neue LED-Scheinwerfer verbaut. Viel mehr gab es für die Designabteilung nicht zu tun. Deutlich mehr hatten die Techniker des Hauses zu tun, die vor größeren Aufgaben standen. Die Elektrifizierung der Antriebe macht auch vor Suzuki nicht Halt. Nach einem 48-Volt-Mildhybrid steht seit einigen Monaten auch eine Vollhybrid-Version bei den Händlern.

Effizienter Antrieb

Das Antriebsgespann besteht aus einem 1,5-Liter-Saugbenziner und einem Elektromotor. Während ersterer 102 PS leistet, steuert das Stromaggregat 24 kW bei. Im Zusammenspiel ergibt das eine Systemleistung von 115 PS. Zum Antriebskonzept gehört ein automatisiertes Sechsganggetriebe und Allradantrieb. Stronghybrid nennt der Hersteller sein selbst entwickeltes Antriebssystem, wobei es weniger um die reine Stärke gehen kann. Zwar ausreichend kraftvoll, ist der Vitara kein Rennpferd. Der Antritt erfolgt eher gemächlich. So vergehen doch lange 13,5 Sekunden, bis Temp0 100 erreicht ist. Dank Vierradantrieb souverän auf jedem Untergrund und im Charakter auf Komfort und Effizienz getrimmt – so lassen sich die Fahreigenschaften ganz gut beschreiben. Für einige hundert Meter – etwa in einer 30er-Zone – schaltet sich gelegentlich der Verbrennermotor ab. Längere Strecken im reinen Strommodus sind im Konzept nicht vorgesehen. Eine externe Lademöglichkeit gibt es nicht.

An der Sparsamkeit des mit 4,17 Meter langen Klein-SUV ändert das freilich nichts. Der Normverbrauch von knapp unter 6 Litern ist auch in der Praxis machbar. Das sind Werte, die früher Dieselautos vorbehalten waren.

Ordentliche Platzverhältnisse

Klein muss nicht zwingend beengt heißen, wie der Vitara eindrucksvoll unter Beweis stellt. So sind die Platzverhältnisse im Innenraum sehr ordentlich. Der Kofferraum fällt antriebsbedingt mit 289 Liter erweiterbar auf 1046 Liter etwas kleiner aus als bei der Mildhybrid-Version.

Innen wirkt der Vitara wenig inspiriert. Zu den Pluspunkten zählt jedoch, dass die Bedienung intuitiv und so auch leicht erlernbar ist. Eklatante Schwächen leistet sich der Japaner aber in keiner Disziplin.

Bleibt unterm Strich ein hübsch gestylter Erfolgstyp mit den gewohnten 4×4-Traktionstalenten und einem auf Effizienz getrimmten Antrieb.

Suzuki Vitara 1.5 Stronghybrid

Motor/Antrieb 1.5-Liter-Benziner und E-Motor, 115 PS Systemleistung, Autom. 6-Gang-Getriebe, Allradantrieb

Fahrleistung/Verbrauch 0 auf 100 in 13,5 Sek.; Spitze bei 180 km/h, 5,8 l Verbrauch (6 Liter im Test)

Preis ab 30.990 Euro; Testwagen: 33.590 Euro

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