Für Rettung Zyperns müssen Reiche zahlen

VN Titelblatt / 25.03.2013 • 22:49 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Bankraub oder Lösung? Heute sperren in Zypern viele Banken wieder auf. Stürmen die frustrierten Zyprer jetzt die Geldhäuser? Foto: Reuters
Bankraub oder Lösung? Heute sperren in Zypern viele Banken wieder auf. Stürmen die frustrierten Zyprer jetzt die Geldhäuser? Foto: Reuters

Zyprische Großbank wird zerschlagen – Kleinanleger verschont – Russland tobt.

Nikosia. Nach Marathonverhandlungen in Brüssel ist die Staatspleite abgewendet. Zypern erhält seine Hilfsmilliarden. Der Rettungsplan sieht vor, Zyperns aufgeblähten Bankensektor gesundzuschrumpfen. Dabei werden anders als bei den Hilfen für Irland oder Portugal auch Kunden mit Einlagen von über 100.000 Euro viel Geld verlieren. Russland reagierte auf die Lösung zwiespältig. Premier Medwedew warf der EU Diebstahl vor. Das Staatsfernsehen verglich die Zwangsabgabe für Investoren sogar mit der Enteignung der Juden in Nazi-Deutschland. Gleichzeitig wies Kremlchef Putin seine Regierung an, die Anstrengungen Zyperns und der EU finanziell zu unterstützen. /A3