Zyperns Banken öffnen erst nach „Starthilfe“

VN Titelblatt / 26.03.2013 • 23:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Hektik bis zuletzt: Europas Zentralbank schickt zig Millionen in die leeren Kassen der zyprischen Banken.

Nikosia. Ohne die sofortige Geldspritze hätten die Geldinstitute auf Zypern auch am Donnerstag nicht aufsperren können. So aber hat die Europäische Zentralbank (EZB) Bargeld in dreistelliger Millionenhöhe an Zyperns Zen­tralbank verschickt. Das Geld werde eben an die Banken des Landes verteilt, hieß es aus Finanzkreisen. Die Geldhäuser wollen am Donnerstag wieder aufsperren – unter Polizeischutz.

Denn schon in den Tagen unmittelbar vor der Schließung der zyprischen Banken soll es ungewöhnlich hohe Geldüberweisungen ins Ausland und Abhebungen von Bargeld gegeben haben. Parlamentspräsident Giannakis Omirou will nun prüfen, ob auch hohe Beamte, die über Insiderwissen verfügten, ihr Geld ins Ausland geschafft haben. Zyprischen Medien zufoge sind „Unmengen“ von Geld abgehoben worden. Die Regierung will den Zahlungsverkehr nur eingeschränkt und überwacht freigeben. /A3