Zwölf Jahre Haft für Dornbirner

VN Titelblatt / 09.08.2013 • 21:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vergewaltigung in der U-Bahn: 26-Jähriger in Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.

wien. Der Fall hatte im Dezember großes Aufsehen erregt: Mitten in der Rushhour wurde eine 23 Jahre alte Frau in einem Waggon der Wiener U6 geschlagen, bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und vergewaltigt. Gestern musste sich dafür ein Dornbirner (26) vor dem Landesgericht Wien verantworten. Von einem Schöffensenat wurde er zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Zudem wurde er in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.

Die Senatsvorsitzende Susanne Lehr begründete das hohe Strafmaß unter anderem mit der brutalen Vorgehensweise des Täters. Erschwerend kamen mehrere Vorverurteilungen hinzu. Mildernd war seine psychische Erkrankung. Der Angeklagte gab zu, immer wieder Stimmen zu hören, die ihm sagen würden, was er zu tun habe. Gerichtspsychiaterin Sigrun Rossmanith befürwortete eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Weitere strafbare Handlungen seien zu befürchten, wenn er entlassen würde.

Da der Dornbirner Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung angemeldet hat, ist das Urteil nicht rechtskräftig. /b1