Steuern treffen Arme und Reiche gleich stark

VN Titelblatt / 13.08.2013 • 21:38 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Abgabenquote unterm Strich ähnlich groß. Expertin sieht keine Umverteilung.

Wien. (VN) Wer meint, dass das österreichische Steuer- und Abgabensystem sozial gerecht im Sinne einer Umverteilungswirkung ist, wird enttäuscht: „Wir haben mehr oder weniger eine Flat Tax“, also einen einheitlichen Belastungssatz, stellt die Wirtschaftsforscherin Margit Schratzenstaller fest. Eine WIFO-Studie hat dies bereits untermauert. Demnach müssen alle ähnlich viel an Staat und Sozialversicherungsträger abliefern; beim untersten Einkommenszehntel sind es 37,5 Prozent, beim obersten 38,6 Prozent.

Wer wenig verdient, muss zwar keine Lohnsteuer zahlen. Dafür treffen ihn aber indirekte Steuern wie die Mehrwertsteuer härter. Außerdem muss er Sozialversicherungsbeiträge leisten.

Umverteilung findet in Österreich erst über die Einnahmen der öffentlichen Hand statt. Damit werden Sozial- und Transferleistungen wie Förderungen finanziert. /A2