Neonazi-Chef muss in U-Haft

VN Titelblatt / 03.10.2013 • 22:10 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Griechische Partei wird bezichtigt, kriminelle Organisation zu sein.

Athen. Die griechische Justiz hat die rechtsradikale Partei Goldene Morgenröte politisch geschwächt. Ihr Chef bleibt in Haft. Die Anklage: Er habe seine Partei in eine verbrecherische Vereinigung umgewandelt. Das kann 20 Jahre Gefängnis bedeuten. Der Neonazi-Chef Nikolaos Michaloliakos muss nach dem Entscheid der Justiz bis zu seinem Prozess im Gefängnis bleiben. Der Parteivorsitzende wurde in Handschellen abgeführt, wie das griechische Fernsehen berichtete. Am Vortag hatte der Haftrichter beschlossen, drei rechtsradikale Abgeordnete unter Auflagen auf freien Fuß zu setzen. Analysten hatten diese Entwicklung als einen Rückschlag für die Regierung bezeichnet. Vertreter der Goldenen Morgenröte interpretierten die Freilassung als einen Freispruch. /a3

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