Flüchtlingssterben erhöht Druck auf EU

VN Titelblatt / 13.10.2013 • 22:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

400 Menschen im Mittelmeer ertrunken: Italien und Malta rufen um Hilfe.

Rom. Immer mehr Menschen flüchten über das Mittelmeer nach Europa, und immer mehr kommen dabei um: Allein in den letzten Tagen sind vor Malta und Lampedusa (Italien) mehr als 400 Menschen ertrunken. In den betroffenen Ländern steigt die Verzweiflung: „Bisher hören wir von der EU nur leere Worte“, so Maltas Ministerpräsident Joseph Muscat. „Ich weiß nicht, wie viele Menschen noch sterben müssen.“

Der italienische Premierminister Enrico Letta kündigte an, das Drama zu einem zentralen Thema des EU-Gipfels Ende Oktober zu machen. Bisher hatten sich die anderen Mitgliedsländer ja geweigert, Grundsätzliches zu ändern: Die Grenzüberwachung wird verschärft, aber das Land, in dem ein Flüchtling die Europäische Union erreicht, bleibt für ihn zuständig.

Das italienische Rote Kreuz fordert einen sicheren Fluchtweg nach Europa für Menschen, die vor Krieg und Unterdrückung flüchten müssen: „Massaker“ könnten so gestoppt werden. /A3

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