Islamisten erobern Millionenstadt im Irak

VN Titelblatt / 10.06.2014 • 22:46 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Regierungstruppen verlieren Kontrolle über weite Teile des Landes.

Bagdad. Die irakische Regierung verliert die Kontrolle über den Westen und Norden des Landes. Kämpfer der sunnitischen Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und Syrien (Isis) nahmen gestern die Millionenstadt Mossul ein. Die Regierung in Bagdad räumte den Abzug der Armee ein. Ministerpräsident Nuri al-Maliki rief die Bevölkerung zum Widerstand auf. Wer sich freiwillig melde, werde von der Regierung bewaffnet, sagte er in einer Fernseh­ansprache.

Isis-Kämpfer kontrollieren seit Jahresbeginn bereits Gebiete der westlichen Provinz Al-Anbar. Dort liefern sie sich immer wieder heftige Gefechte mit Regierungstruppen. Die Gruppe macht sich den langjährigen Machtkampf zwischen sunnitischen und schiitischen Muslimen im Irak zunutze. /A3

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