Empfang von Putin umstritten

VN Titelblatt / 23.06.2014 • 22:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Russlands Präsident heute in Wien: Kritik aus dem Ausland. Fischer, Kurz wehren sich.

Wien. (VN) Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise ist der für heute angekündigte Österreich-Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin umstritten. So erklärte der schwedische Außenminister Carl Bildt gestern, Putin wolle die EU spalten. Kontakte mit ihm sollten daher nur über diese gepflegt werden. 

Putin wird sich heute tagsüber in Wien aufhalten, Vertreter der Wirtschaft, vor allem aber auch der Politik treffen. Schließlich handelt es sich um einen Gegenbesuch zu einer Visite, die Bundespräsident Heinz Fischer vor einem Jahr in Moskau absolviert hatte. Gerade in so schwierigen Situationen wie derzeit sei es wichtig, „Kanäle offenzuhalten und miteinander zu reden“, erklärte Fischer nun vorab. Auch Außenminister Sebastian Kurz verteidigte gestern den Empfang für das russische Staatsoberhaupt: „Neben all den notwendigen Sanktionen müssen wir versuchen, Gesprächskanäle offenzuhalten.“

Gegen Putin wird es heute in Wien auch Proteste geben. Wegen großräumiger Polizeiabsperrungen wird er von diesen freilich kaum etwas mitbekommen. Angekündigt ist etwa ein „Regenbogenmarsch“ gegen die homophobe Gesetzgebung und Menschenrechtsverletzungen in Russland. /A2

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