Erschütterung über tödliches Drama im Schlepper-Lkw

VN Titelblatt / 28.08.2015 • 00:34 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Dutzende Schutzsuchende im Burgenland tot aufgefunden. Nach Lenker wird gefahndet.

Eisenstadt. Bis zu 50 Flüchtlinge wurden in einem Lkw auf der Ostautobahn im Burgenland tot aufgefunden. Ein Großeinsatz von Polizei und Staatsanwaltschaft ist angelaufen. Unter Führung eines Krisenstabs fahnden Beamte nach den Schleppern. Die Staatsanwaltschaft nahm nach eigenen Angaben Kontakt zu den ungarischen Strafverfolgungsbehörden auf. Der Lkw, der wahrscheinlich am Mittwoch in einer Pannenbucht abgestellt wurde, sei in eine ehemalige veterinärmedizinische Anstalt gebracht worden, wo eine entsprechende Kühlung vorhanden sei. Die Ermittler und Gerichtsmediziner müssten nun die leicht verwesten Opfer bergen, untersuchen und identifizieren, sagte Landespolizeichef Hans Peter Doskozil. „Diese Tragödie macht uns alle betroffen“, betonte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (51, ÖVP). „Schlepper sind Kriminelle. Wer jetzt noch immer meint, dass es sanftmütige Fluchthelfer sind, dem ist nicht zu helfen.“ /A2