Ärztekritik an neuen Diensten

13.10.2015 • 20:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Das Bereitschaftsmodell soll trotzdem planmäßig  am 1. November starten.

Bregenz. Nach langem Hin und Her konnte für den ärztlichen Bereitschaftsdienst eine neue Lösung gefunden werden, zumindest, was die sanitätspolizeilichen Dienste angeht. Das dafür geplante Pilotprojekt kann planmäßig am 1. November starten. Laut Gesundheitslandesrat Christian Bernhard sind sowohl die erforderlichen Ärzte gefunden als auch die technischen Voraussetzungen auf Schiene gebracht worden. Das Modell soll in einem ersten Schritt vorrangig die öffentlich-rechtlichen Aufgaben wie Totenbeschauen und Einweisungen sicherstellen. Für diese Tätigkeiten wurde es immer schwieriger, niedergelassene Ärzte zu finden. 

Weniger glücklich mit der Neuausrichtung ist die Ärztekammer. Sie fühlt sich bei den Verhandlungen übergangen und fürchtet um die gemeindeärztlichen Dienste. Dass die derzeit 22 Sprengel auf zwei große zusammengestutzt werden sollen, entspricht ebenfalls nicht den Vorstellungen von Burkhard Walla, Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte. Für kommende Woche ist eine Versammlung geplant, bei der mit der Kollegenschaft weitere Maßnahmen besprochen werden sollen. Wobei Walla betont, dass man nicht grundsätzlich gegen ein solches System sei, wenn es funktioniere. /A5