Kurz attackiert EU für Abkommen mit Türkei

VN Titelblatt / 21.10.2015 • 23:07 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Flüchtlingshilfedeal zwischen Brüssel und Ankara für Außenminister „scheinheilig“.

Wien. Die geplante Kooperation zur Flüchtlingshilfe zwischen Brüssel und Ankara, mit der die Türkei unter anderem drei Milliarden Euro Unterstützung erhalten und dafür die Grenzen dicht und die Flüchtlinge im Land halten soll, ist für Österreichs Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) eine „Scheinheiligkeit“. Der EU-Beschluss für ein solches Abkommen sage in Wahrheit, dass der türkische Präsident Recep Erdogan „sich für uns die Hände schmutzig machen soll. Das sollte man aber auch offen aussprechen. Es ist doppelbödig, Erdogan drei Milliarden dafür zu bezahlen, dass er die Flüchtlinge aufhält, und sich dann auch noch für Menschlichkeit zu brüsten.“ Europa müsse fähig sein, seine Außengrenzen selbst zu schützen. /A2