Die große Schulreform fordert Kompromisse

VN Titelblatt / 08.11.2015 • 22:54 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Beim Verzicht auf Einflussmöglichkeiten tun sich Bund und Länder schwer.

wien. Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, den Kompetenzdschungel zu durchforsten. Bis zum 17. November will sie sich mit den Ländern auf eine Schulverwaltungsreform verständigen. Dass es Handlungsbedarf gibt, unterstreicht auch der Umstand, dass Österreich im internationalen Vergleich zwar recht viel Geld für Schulen ausgibt, die Ergebnisse bei Studien, wie etwa PISA, aber zu wünschen übrig lassen. Dem Rechnungshof zufolge liegen die Gründe vor allem in der verfassungsrechtlich komplexen Kompetenzverteilung und der fehlenden Übereinstimmung der Finanzierungsverantwortung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden. Die angestrebte Kompetenzbereinigung ist nicht in Sicht, denn niemand will Macht abgeben. /A3