Lehrlinge fühlen sich schlecht behandelt

VN Titelblatt / 09.11.2015 • 23:16 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Studie: Lehrlinge mit Berufswahl zufrieden, aber verärgert über fehlende Anerkennung. 

Wien, schwarzach. Die Lehre und die Lehrlinge kämpfen mit einem Imageproblem. Sie fühlen sich von der Politik schlecht behandelt und von der Gesellschaft zu wenig akzeptiert. 60 Prozent der Lehrlinge sind der Überzeugung, dass Politiker Schüler und Akademiker bevorzugen und sich nicht um Lehrlinge und Facharbeiter kümmern. Das schlägt sich auch bei der Berufswahl nieder. „Schon Zehnjährige glauben, dass ohne Matura ihr Leben gelaufen ist“, berichtet Bernhard Heinzelmeier, der die erste österreichische Lehrlingsstudie durchgeführt hat. Er fordert von der Politik, dass sie Maßnahmen setzt, um die Lehre gleichberechtigt neben andere Ausbildungsformen zu stellen. Dazu brauche es auch Maßnahmen und nicht nur Wortspenden. /D1