95.000 Asylwerber erwartet

VN Titelblatt / 11.11.2015 • 22:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bis zu 50.000 anerkannte Flüchtlinge brauchen laut Christian Konrad Quartiere.

Wien. SPÖ und ÖVP stellten am Mittwoch ein neues „Grenzmanagement“ für Flüchtlinge vor. Allerdings blieb die Frage der „technischen Sperren“ links und rechts neben dem Grenzübergang unbeantwortet. Eine Einigung dazu werde am Freitag vorgestellt. Gleichzeitig wurde die Prognose bezüglich Asylanträgen im Jahr 2015 erhöht. Statt bisher 85.000 geschätzten Asylwerbern werden bis Jahresende 95.000 erwartet. Das sei machbar, sagte Flüchtlingskoordinator Christian Konrad am Mittwoch. Neben Grundversorgungs und Transitquartieren brauche es aktuell außerdem Wohnungen für 40.000 bis 50.000 anerkannte Flüchtlinge. Schließlich sei eine ordentliche Unterkunft wichtig für die Integration. Diese beginne zwar mit der Sprache, aber schlechte Wohnverhältnisse seien ein Keim für Unzufriedenheit, erklärte Konrad. Der zuständige Vorarlberger Landesrat Erich Schwärzler (ÖVP) schätzt die Zahl der anerkannten Flüchtlinge niedriger. Nach seinen Berechnungen seien es derzeit bis zu 30.000. Das bedeute, dass maximal 17.000 Wohnungen notwendig seien. Vorarlberg müsste entsprechend der Quote bis zu 750 Quartiere finden. Man arbeite daran, erklärte Schwärzler. Die Wohnungslage sei in Vorarlberg allerdings angespannt. /A3