Russland wirft der Türkei Hinterhalt vor

VN Titelblatt / 25.11.2015 • 23:19 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Kampfjetabschuss der Türkei bedroht internationale Bemühungen im Syrien-Konflikt.

Moskau. Trotz eindringlicher Aufrufe zur Deeskalation spitzt sich der Konflikt zwischen Moskau und Ankara wegen des Abschusses eines russischen Kampfjets zu. Russlands Außenminister Sergej Lawrow wertete den Vorfall im türkisch-syrischen Grenzgebiet als „geplante Provokation“ und „Hinterhalt“: „Sie warteten, beobachteten und suchten einen Vorwand.“ Der Zwischenfall bedroht nun die internationalen Bemühungen um ein gemeinsames Vorgehen gegen den Terrorismus im Syrien-Konflikt. Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu sagte, Moskau werde alle militärischen Kontakte mit Ankara vorerst einfrieren. Laut der Türkei stellte sich erst nach dem Abschuss heraus, dass es sich um ein russisches Flugzeug handelte. /A2