Armutskonferenz ortet Einbußen für Familien

29.08.2016 • 20:22 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Sozialhilfe-Deckel würde Paare mit mehr als einem Kind treffen, sagt Sprecher Diettrich.

Wien. Während sich SPÖ und ÖVP in der Mindestsicherungsdebatte einer Einigung nähern, geht die Vorarlberger Armutskonferenz auf die Barrikaden. Ihr Sprecher Michael Diettrich warnt im VN-Gespräch vor einer Bundesregel, die eine Obergrenze bei 1500 Euro vorsieht. Vorarlberger Paare, welche die Sozialhilfe beziehen und mehr als ein Kind haben, müssten mit der Deckelung massive Einbußen befürchten, sagt er. Familien mit zwei Kindern hätten monatlich 123 Euro weniger, bei drei Kindern wären es 305 Euro, bei vier Kindern schon 490 Euro, rechnet
Diettrich vor. Er plädiert für eine bundesweite Regel, die den Rahmen für die Mindestsicherung vorgibt. Die Geldbeträge sollten ihm zufolge je nach regionalem Bedarf festgelegt werden. /A3