Ruf nach Einführung von Erbschaftssteuer Die Ungleichheit bleibt weiter hoch

VN Titelblatt / 31.01.2017 • 22:50 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Einkommen und Vermögen sind laut Sozialbericht extrem ungleich verteilt.

wien. Obwohl Armut und Armutsgefährdung in Österreich seit 2008 gesunken sind und sich die Ungleichheit bei den Einkommen verringert hat, kommt der neue Sozialbericht zu einem kritischen Urteil. „Österreich ist zwar ein reiches Land. Das darf jedoch nicht den Blick darauf verstellen, dass die Einkommen und Einkommenschancen sehr ungleich sind und die Vermögen extrem ungleich verteilt sind“, heißt es. Schätzungen zufolge besitzt das reichste Prozent etwa 34 Prozent des gesamten Nettovermögens. Angesichts der vergleichsweise geringen vermögensbezogenen Steuern schlagen die Autoren die Einführung einer Erbschaftssteuer vor. „Damit ist es noch nicht getan“, meint Michael Diettrich von der Vorarlberger Armutskonferenz. /A3