Asyl: 235 haben Land verlassen

VN Titelblatt / 23.02.2017 • 22:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

203 Asylsuchende sind 2016 freiwillig aus Vorarlberg ausgereist, 32 wurden abgeschoben.

Wien. Österreich ist laut Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) zurzeit das konsequenteste EU-Land bei Abschiebungen von Menschen ohne Bleiberecht. Im vergangenen Jahr wurden demnach 10.600 Personen abgeschoben. 5797 von ihnen haben das Land freiwillig verlassen, 4880 zwangsweise. Wie die VN in Erfahrung bringen konnten, lebten 235 der Asylsuchenden, die aus Österreich ausgereist sind, zuvor in Vorarlberg. Wie hoch die Kosten für die Abschiebungen waren, konnte das Innenministerium nicht beantworten. Dies sei lediglich für freiwillige Ausreisen zu beziffern. Von Juli 2015 bis Dezember 2016 unterstützte das Innenressort die Rückkehrberatung mit insgesamt 4,3 Millionen Euro. In diesem Betrag seien die Reisekosten und das Taschengeld für die Rückkehrer bereits enthalten. Im vergangenen Jahr stammten die meisten Asylanträge aus Afghanistan, Syrien und dem Irak. Während 90 Prozent der Syrer einen positiven Bescheid erhielten, war es nur ein Viertel der Afghanen. Jene ohne Bleiberecht müssten das Land verlassen. Dies durchzusetzen, sei teilweise schwierig. Das Innenministerium hofft nun, dass das Rückführungsabkommen zwischen der EU und Afghanistan Abschiebungen erleichtern wird. /A3