Zukunft der „GroKo“ in Deutschland ungewiss

03.06.2019 • 20:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nahles-Rücktritt: Vorübergehend Trio an der Spitze der SPD.

berlin Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles als Chefin der deutschen Sozialdemokraten wird die Partei vorerst von einem Trio geführt. Wie am Montag bekannt wurde, übernehmen die Ministerpräsidentinnen von Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz, Manuela Schwesig und Malu Dreyer, sowie der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel die kommissarische Leitung. Keiner von ihnen will jedoch als Parteichef kandidieren. Ob der für Dezember geplante Wahl-Parteitag und damit die mit Spannung erwartete Halbzeitbilanz der großen Koalition vorgezogen wird, blieb offen. Die SPD war zuletzt bei der EU-Wahl und dem Urnengang in Bremen ordentlich abgestraft worden. Beim Regierungspartner, der Union, ist die Sorge groß, dass es zum Bruch der „GroKo“ kommen könnte. Es gebe gute Gründe dafür, „nicht leichtfertig eine Regierung zu beenden“, sagte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte, sie sehe die Arbeitsfähigkeit der Koalition trotz der SPD-Personalturbulenzen nicht als gefährdet an.