Koblach erwägt Rhesi-Votum

VN Titelblatt / 12.09.2019 • 20:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bürgermeister Gerd Hölzl befürwortet jetziges Projekt.

Koblach Das Hochwasserschutzprojekt Rhein-Erholung-Sicherheit, genannt Rhesi, wird viel von der Schaffenskraft des frischgebackenen Bürgermeisters von Koblach, Gerd Hölzl (53), in Anspruch nehmen. Im ausführlichen VN-Interview sprach Hölzl über seine Sicht der Dinge zu Rhesi, über die Strategie der Gemeinde und die Stimmung im Ort. Bemerkenswert: Eine Volksabstimmung der Koblacher zum Hochwasserschutzprojekt zieht Hölzl durchaus in Erwägung. Und zwar für den Fall, dass in der Gemeindevertretung „keine vernünftige Abstimmung“ zustande kommt. „Es kann nicht sein, dass zehn Gemeindevertreter für befangen erklärt werden, nur weil sie Nutzungsberechtigte sind“, kann der neue Gemeindechef die juristische Bewertung nicht nachvollziehen. Eine Volksabstimmung über Zustimmung bzw. Ablehnung des Rhesi-Projekts würde laut Hölzl aber erst 2021 Sinn machen. Erst dann seien wesentliche Punkte des Projekts geklärt. 

In Koblach ist die geplante Damm­abrückung als Maßnahme zur Aufweitung des Alpenrheins umstritten. Die Gegner einer Damm­abrückung haben sich mittlerweile als Verein unter dem Namen RheSiNat organisiert und torpedieren das geplante Hochwasserschutzprojekt in vorliegender Form mit allen Mitteln.

Bürgermeister Hölzl betonte im VN-Interview, mit allen Seiten im Gespräch bleiben zu wollen. »A5

„Womöglich kommt in der Gemeindevertretung keine vernünftige Abstimmung zustande .“