Debatte über Bleibeperspektive von Asylwerbern in der Lehre

VN Titelblatt / 10.12.2019 • 22:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Asylwerber, die bereits eine Lehre begonnen haben, dürfen diese beenden, auch wenn sie einen negativen Asylbescheid erhalten. Darauf haben sich ÖVP, SPÖ, Neos und Grüne geeinigt. Für die Volkspartei hat sich die Diskussion damit erledigt. Künftig soll Asyl und Zuwanderung nicht mehr vermischt werden, sagt Sicherheitssprecher Karl Mahrer. Grünen-Abgeordnete Nina Tomaselli fordert hingegen eine Bleibeperspektive für die künftigen Fachkräfte. Die Neos plädieren für das „Drei-plus-zwei-Modell“. So dürften Asylwerber nach abgeschlosseer Lehre zwei weitere Jahre in ihrem Job arbeiten. Die SPÖ fordert, die Rot-Weiß-Rot-Card gleich für die künftigen Fachkräfte zu öffnen.

Wie viele Lehrlinge schon aus Österreich abgeschoben wurden, kann das Innenministerium nicht beantworten. Entsprechende Statistiken würden nicht geführt. In einer Lehrausbildung befinden sich derzeit österreichweit noch 767 Asylwerber. Davon arbeiten 65 in Vorarlberg, unter anderem als Koch, Elektrotechniker, Frisör und Maurer. »A3