Der Bundespräsident als Krisenmanager

VN Titelblatt / 23.01.2020 • 22:31 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Bilanz zur Hälfte von Van der Bellens Amtszeit.

wien Am Sonntag ist Halbzeit: Dann ist Bundespräsident Alexander Van der Bellen drei Jahre lang im Amt. Insbesondere 2019 hatte es für den Amtsinhaber in sich. Die Ibiza-Affäre führte zum Bruch der türkis-blauen Regierung. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) stürzte mit seinem Übergangskabinett über ein Misstrauensvotum im Nationalrat. Bis zur Angelobung der türkis-grünen Koalition war ein Expertenkabinett im Amt. Angesichts der Turbulenzen war der Bundespräsident als Krisenmanager gefordert. Eine Aufgabe, der Van der Bellen sehr gut nachgekommen sei, analysiert Politikwissenschaftlerin Kathrin Stainer-Hämmerle. Das habe auch mit seinem Typ zu tun, der Ruhe und Besonnenheit ausstrahle. Grundsätzlich glaubt die Expertin, dass der 76-Jährige ein stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung des Amtes geschaffen habe. Dies zeige sich vor allem in Krisenzeiten. »A3